Fünf Schritte in einer erstaunlichen Welt

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Freitag, 12. Oktober 2018, 9.03 Uhr, daheim am Schreibtisch

Wir leben in einer erstaunlichen Welt. Mindestens fünf Schritte sind für mich absolut erstaunlich:

Der erste Schritt: Das Universum

Der zweite Schritt: Das Leben

Der dritte Schritt: Der Mensch

Der vierte Schritt: die Technologie

Der fünfte Schritt: Das Bewusstsein

 

Fangen wir einmal von vorne an:

Der erste Schritt: Das Universum

Es existiert ein Universum, 78 Milliarden Lichtjahre im Durchmesser, dass sich vor über 13 Milliarden Jahren aus einem Nichts plötzlich entwickelt hat. Wir leben in Laniakea (Hawaianisch: „unermesslicher Himmel“), dem lokalen Supergalaxienhaufen. Laniakea hat eine Ausdehnung von ca. 500 Millionen Lichtjahren. Mit Lichtgeschwindigkeit bräuchte man also eine halbe Milliarde Jahre von einem Ende zum anderen von Laniakea.

Darin ist unsere Milchstraße eine von über 100.000 Galaxien. Jede Galaxis enthält sehr viele Sterne. Einer der über 100 Milliarden Sterne der Milchstraße ist unsere Sonne.

Wie viele weitere Supergalaxienhaufen es neben Laniakea noch gibt, ist nicht bekannt. In der Umgebung bis 1,5 Milliarden Lichtjahre hat man bisher 130 weitere entdeckt. Es werden noch einmal eine Million weiterer Supergalaxienhaufen neben unserem vermutet.

Somit gibt es etwa 100 Milliarden Galaxien, die jeder 100 Milliarden Sterne enthält.

Dieses Universum wird von einer Familie von wundersamen Konstanten bestimmt, die Mathematikern und Physikern weiterhin Rätsel aufgeben, wie die Zahl alpha:  1/137, die sogenannte Feinstrukturkonstante. Jede der 20 bis 50 Konstanten muss exakt genau so sein wie sie ist, sonst würde das Universum nicht existieren können. Ich liebe ja 13 und 7, es sind meine Glückszahlen.

Das dieses Universum existiert ist das erste, erstaunliche Rätsel. Eine unendlich große Welt. Vielleicht nur eines von unendlich vielen gleichzeitig existierenden Multiversen? Die Wissenschaft ist sich hier noch nicht im klaren. Doch überall die gleichen Bausteine, etwa 100 verschiedene Elemente.

Aber es geht weiter. In einer der 100 Milliarden Galaxien gibt es rund um einen der 100 Milliarden Sonnen darin einen Planeten, die Erde. Hier beginnt vor dreieinhalb Milliarden Jahren etwas, was bis heute unerklärlich erscheint:

 

Der zweite Schritt: Das Leben

Eine Maschine, die sich selbst reproduzieren kann wird erfunden. Sie verwendet dafür nur sechs Elemente als Bausteine, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel. Und 12 weitere werden für den Betrieb benötigt.

Das ist keine einfache Aufgabe. Bei weitem nicht. Aber der Mechanismus, auf komplexe chemische Verbindungen basierend funktioniert,  und wird über die Jahrmilliarden weiterentwickelt und verfeinert.

Mindestens eine Milliarde Jahre gibt es nur Einzeller. In einer Zelle werden tausende von Milliarden von Atomen nach einem exakten Bauplan angeordnet. Dort arbeiten sie in Millionen von kleinen Maschinen exakt nach einem vorgegebenen Programm. Und hundert Milliarden Atome dienen für das Herzstück, den Bauplan als Material. Um sich selbst erfolgreich reproduzieren zu können, muss es gelingen diese 100 Milliarden Atome und deren Anordnung zu kopieren. Fehlerfrei. Wirklich fehlerfrei? Nicht ganz. Kleinste Abweichungen, Mutationen genannt können das System zum Absturz bringen. Oder sie haben keine Auswirkung. In ein paar ganz seltenen Fällen führen sie zu einer Verbesserung. Mutation und Selektion. Die Evolution arbeitet sich voran. Unendlich langsam, mit Zufall und Auswahl.

Nach mehr als einer Milliarde Jahren ist das System so ausgereift, dass größere Strukturen in Angriff genommen werden können. Am Ende nicht mehr aus einer Zelle, sondern aus 100 Milliarden Zellen. Tiere. Dinosaurier. Säugetiere. Es dauert weitere 2 bis 2,5 Milliarden Jahre Entwicklung, bis diese all die Eigenschaften und Fähigkeiten haben die wir kennen. Bis sie nicht nur schwimmen, sondern auch laufen, fliegen können. Jeden noch so versteckten und fernen Ort der Erde besiedelt haben.

An unserem Beispiel, dem Menschen: Wir können uns nicht nur reproduzieren, wir können dafür die Gene zweier Menschen als Ausgangspunkt verwenden und es entsteht eine neue Variation, noch nie dagewesen. Mit der Vereinigung von Samenzelle und Eizelle wird eine neue Variation des Milliarden Abschnitte langen Bauplans entworfen. Und dieser wieder milliardenfach gebaut, Milliarden Zellen die genau wissen wo sie sich dreidimensional in der Galaxis Mensch anzuordnen haben. Und eine Frau kann ein Kind in sich wachsen lassen, auf die Welt bringen und großziehen. Die Natur hat dieses Wunder möglich gemacht. Eine Galaxis erzeugt eine neue Galaxis.

Grob gerundet sind das 100 Milliarden Galaxien. 100 Milliarden Sterne. Auf einem Planeten 100 Milliarden große Lebewesen, jedes besteht aus 100 Milliarden Zellen. Jede Zelle hat 100 Milliarden Moleküle als Bauanleitung und orchestriert damit ein Vielfaches an Milliarden Molekülen. Wir stehen in der Mitte: In uns Galaxien und um uns Galaxien.

 

Der dritte Schritt: Der Mensch

Diese komplexen Strukturen, Lebewesen genannt,  werden in einer besonderen Form, beim Menschen so differenziert, dass ihr Nervensystem sich weiter entwickelt. Nicht nur „automatisch“, wie die Milliarden Jahre zuvor das Nervensystem das ausführt was ihm durch die Programme vorgegeben ist, nein es entwickelt sich ein Bewusstsein. Und das entwirft Szenarien über die Zukunft. Es sind neue Welten, die da entstehen, die Welten der Phantasie. Und aus diesen Optionswelten entstehen neue reale Möglichkeiten. Wenn ich das tun würde, dann würde das passieren. Die komplexeste bekannte Struktur im Universum, unser Gehirn verfügt über mehr Gedankenoptionen, als es Quarks, die kleinsten Elementarteilchen im Universum gibt. Das zeigt die Perspektive auf.

Vor 10.000 Jahren etwa beginnt der Mensch diese Optionen immer mehr umzusetzen, da draußen in der materiellen Wirklichkeit. Nach Milliarden von Jahren jetzt in einem winzigen Zeitabschnitt, sozusagen der letzten Sekunde des Jahres  wird wieder ein neues Betriebssystem freigeschaltet. Nach dem Wunder des Universums und des Lebens nun das Wunder des Menschen und seiner Fähigkeiten. Schon vor 2000 Jahren schon gab es auf einmal die großen Gedanken zur Welt in erstaunlicher Klarheit. Vor 500 Jahren wuchs auf einmal das Verständnis, dass alle Menschen diese Fähigkeiten haben frei zu sein, denken zu können. Dass sie die Fähigkeit haben sich selbst ihres Verstandes und ihrer Intuition zu bedienen und „sich selbst ein Licht“ sein können. Und diese Welt verstehen können.

Millionen von Büchern, Millionen von Entdeckungen, Erfindungen zeigen auf, wie weitreichend diese Fähigkeiten sind. Doch die meisten großen Entdeckungen sind erst ganz jung. Erst die letzten 100 Jahre zeigten auf, wie groß das Universum wirklich ist und aus was für Bausteinen es aufgebaut ist. Erst vor 50 Jahren wurde die DNA entdeckt und damit zum ersten Mal verstanden, wie die Natur im innersten funktioniert. Das wir die DNA eines Menschen das erste Mal vollständig lesen konnten ist erst 15 Jahre her.

 

Der vierte Schritt: die Technologie

Doch wir haben es geschafft. Was unendlich komplex erschien, ist jetzt Aufgabe von Maschinen geworden. Mit rasender Geschwindigkeit verbessern sich unsere Fähigkeiten, Gene zu lesen. Und wir beginnen damit, diese auch schreiben und verändern zu können.

Und wir haben Rechenmaschinen erfunden. Die Ideen von genialen Pionieren der letzten Jahrhunderte ist Alltag geworden. Ein nicht vorstellbarer Fortschritt der Miniaturisierung und der Softwareentwicklung hat Wunderwerke geschaffen, die weniger als 100 Euro kosten und in die Hand passen. Und deren Rechenleistung sich weiter alle 2 Jahre verdoppelt. Und ein globales Netz, das alles Wissen und alle Maschinen und Menschen verbindet.

Es hat damit ein weiteres Wunder begonnen. Das Zeitalter des Anthropozän, das Zeitalter des Menschen hat begonnen. Unsere Fähigkeiten wachsen in kaum nachvollziehbarer Geschwindigkeit. Jetzt sind 10 Jahre schon eine Dimension geworden, die alles verändert. Vor 10 Jahren wurde das Iphone, das erste Smartphone erfunden. Das Internet wurde 1989 erfunden, vor gerade 25 Jahren startete es mit dem Webbrowser durch.

 

Der fünfte Schritt: Das Bewusstsein, selbst Schöpfer zu sein

Ich postuliere: Mit dem technologischen Fortschritt muss unser Bewusstsein auch eine neue Stufe erreichen. Wir müssen realisieren, dass wir größere Fähigkeiten haben als wir uns je vorgestellt haben. Dass unsere bisherigen Modelle der Wirklichkeit dafür längst nicht mehr ausreichen. Wir sind die neuen Schöpfer, und wir sind aktiver Teil der Evolution. Über die Materie, das Leben, die Technologie, das Bewusstsein sind wir, zumindest für unseren kleinen Planeten die neuen Schöpfer geworden.

Das bedeutet viel Verantwortung, aber auch ein neues Hochgefühl der Freiheit und der Möglichkeiten. Es gilt die Spielregeln zu definieren und weiterzuentwickeln für diesen neuen Abschnitt der Evolution. Noch sind die Gedanken der meisten Menschen zu 95 % des Tages von der Wiederholung unbedeutender, meist negativer Gedanken geprägt, die wir scheinbar nicht beeinflussen können. Programmzeilen veralteter Betriebssysteme. Die beiden wichtigsten veralteten Botschaften lauten: „Ich bin nicht gut genug“ oder „ich werde nicht geliebt“. Oder irgend ein anderes „Problem“, mit dem unsere als „Problemsuchmaschine“ reduzierte Software unseren kleinen Aufmerksamkeitsspeicher füllt. Das Gefühl eines Mangels in einer Welt des Überflusses. Das Gefühl der Angst in einer Welt der Sicherheit.

Wir sind Teil der Natur, Teil des Planeten, Teil des Universums. Aber wir sind ein aktiver, entscheidender Teil. Dies ist keine Anmaßung oder Drohung, es ist die einfache Realität. Und wir sind gut, und wir werden geliebt. Kein Lebewesen außer dem Menschen würde daran je zweifeln.

Vielleicht sogar ist in uns ein Echo, eine Resonanz des großen Ganzen zu finden. Vielleicht spüren, ahnen, fühlen, sehen wir in uns, wenn wir genau hineinschauen die gleiche Kraft, die gleichen Gesetze, die gleiche Elemente die das ganze Wunder in seinen Schritten erzeugt hat, in Gang gebracht hat. Es ist eine extrem schöpferische, gewaltige, positive, erzeugende Kraft, eine Kraft erstaunlichen Wachstums, erstaunlicher Ausdehnung, erstaunlicher Möglichkeiten. Erstaunlicher Verbindungen und erstaunlichem Mitgefühls. Die Mystiker aller Religionen haben davon gesprochen.

Es sind aufregende Zeiten. Es ist klar, die Geschwindigkeit der Veränderungen ist eine Herausforderung. Aber wir können sie meistern. Wir reifen sozusagen innerhalb einer Generation aus einem passiven Bewusstsein, in dem wir nur Spielball größerer Kräfte, von anderen Menschen, vorherrschenden Glaubenssystemen sind zur Erkenntnis heran, dass wir frei sind.

Dass wir entscheiden und bestimmen. Das unser Leben vor allem von uns selbst bestimmt wird. Nicht von jemandem da draußen. Unsere ganze Wirklichkeit ist eine Produktion unseres Bewusstseins, wir leben in dieser „Simulation“. Unser neuronales Netzwerk erzeugt das, was wir wahrnehmen, fühlen, sehen, denken. Und wir sind es, die diese Programme erzeugen und steuern, verändern und verbessern können. Wir entscheiden. Und unser Geist bestimmt über die Wirklichkeit mit.

Die alten Zeiten sind vorbei. In rasender Geschwindigkeit wird auf der Welt Armut, Krankheit, Kriegen, Gewalt verringert. Wachsen die Aussichten auf ein gesundes, langes Leben. Wachsen Wissen, Wohlstand und Optionen. Eine nie dagewesene Sicherheit. Und eine noch nie dagewesene Vielfalt an Möglichkeiten. Wir können lernen, sie zu nutzen.

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