Sonntag, 12. August 2018, um Mitternacht an der Unterweser bei Bremen.

Schon Montag Abend saß ich im Anzug im Zug nach Bayern, Dienstag spät beschleunigte der ICE schon wieder hinter Erfurt auf 300 Km/h. und brachte mich wieder vom Kunden heim. Mit der Neubaustrecke von Berlin nach München ist Deutschland wieder ein Stückchen kleiner geworden. Mein Laptop wollte nun partout nicht mehr, und so war ich bis Donnerstag damit beschäftigt, parallel zu arbeiten und den neuen Rechner einzurichten. Gutes Training zum ankommen. Nun also am Freitag den Wohnwagen wieder an der Dahme abgeholt, die Solarbatterie und das Steuergerät wieder ans Kabel angeschlossen und siehe da: auch zwei Jahre später liefern die beiden 70 Watt-Solarpanels auf dem Wohnwagendach wieder Strom. In der warmen Dahme herrlich erfrischend geschwommen und dann das ganze Gespann zurück nach Hause, die Kinder eingeladen und raus ins Grüne. Als Tara den Wohnwagen sieht leuchten ihre Augen auf und man merkt, sie denkt es geht wieder los.

Hinter Nauen schon wird es ländlich, Kopfsteinpflaster, über alte Alleen. Schon eine Stunde von daheim ist das Umland grün und einsam.

Das Navi führt ins Nirgendwo, bis ein Bagger vor uns erkennt das wir uns verfahren haben. Ein junger Mann steigt aus: Wollt ihr zum Festival? Ich zeige euch den Weg! Über Waldwege und Wiesen kommen wir dann gut ab, nur nicht den offiziellen Weg.

Schön ist es hier, schön ist es in Deutschland. Auf dem kleinen kinderfreundlichen Fest sind schon viele liebe Freunde und bald ziehen unsere Jungs und Mädels in Gruppen von 10 oder mehr übers Gelände. Ich hole Nadine vom Bahnhof Nauen ab, wieder geht es über alte Betonplatten-Wege durch malerische Alleen. Als Nadine da ist will Tara schon vor mit ihr: „ich zeig Dir die Disko“meint sie.

Und abends ist die ganze Gruppe unserer großen Kinder und deren Freunde vorne mit dabei und tanzen wild, die Kleinen schlafen im Wohnwagen. Wir freuen uns wie es allen gefällt und dass sich hier liebe kreative Menschen die Arbeit machen, so ein Fest für die ganze Familie zu organisieren.

Und ich liebe sie weiter, die Open Airs im Sommer um Berlin, auch nach über 20 Jahren.

Nach zwei Nächten mit Lagerfeuer und in der Natur ging es dann heute Mittag alleine mit 6 Kindern Richtung Bremen. Mit Percy Jackson und den griechischen Sagen als Hörspiel und Velis als DJ vorne der die Lieblingshits auf Zuruf spielte („wie heißt die Mutter von Nikki Lauda: Mama Lauda!‘) waren wir auch trotz Wohnwagen gefühlt schnell die 400 km bis an die Unterweser, meinem Lieblingsurlaubsort und dem Ort in Deutschland wo ich jedes Jahr immer war. Wir kamen bei Hochwasser an, und es gab ein großes Wiedersehen mit meinen Eltern, die wir vor 2 Monaten in Las Vegas verabschiedet hatten. Wir gingen noch schwimmen und die Kinder danach noch alle in den Schlick. Bis dann alle wieder sauber, satt und im Bett waren war es spät.

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