19.07.2018, 22.00 Uhr, San Pedro de Atacama, Chile

Zwei intensive Tage liegen hinter uns, der Wecker klingelte heute um 4.00 Uhr. Nach der ersten Nacht im Salzhostel auf 3800 Meter freuten wir uns morgens über warmen Tee , die zweite Nacht dann auf 4350 Meter war eine echte Herausforderung. Es wurde deutlich unter Null und schneite die ganze Nacht. Warm wurde mir erst mit der Wasserflasche, die ich mit warmem Wasser vom Tee füllte und in den Schlafsack nahm; alle hatten ihre komplette Kleidung an.

Aber die Natur dort oben im Grenzland von Bolivien und Chile war alles wert. Flamingos und ein rosaroter See, eine grandiose Natur und Einsamkeit, die man nur mit Lama oder Geländewagen bereisen kann, und dann überraschen und für die Jahreszeit unüblich Schneefall, der den Weg nach Chile versperrte. Die Chilenen schlossen die Grenze, und so ging es nicht mehr weiter.

Heute dafür dann nach 13 Stunden wunderbarer Schneelandschaften meist zwischen 4300 und 4600 Meter Höhe schließlich über einen anderen Grenzübergang erschöpft doch noch in San Pedro de Atacama angekommen, das Ziel unsere drei- Tages-Tour. An die Höhe sind wir jetzt gewöhnt! Und unser bolivianischer Fahrer hat gezeigt, was er kann – im Schnee war für uns nicht mehr erkennbar wo es hier eigentlich langgeht. Und zwischen allem Schnee Leben: ein hasenähnliches Tier mit langem Schwanz, ein Fuchs, Vögel.

Vor der Grenze hingen viele Laster und Busse fest, auf der Lehmpiste mit Schnee drehten die Räder einfach durch.

Dort ist warten angesagt. Jedes (!) Gepäckstück wird geöffnet und durchsucht. Die Zollbeamten konfiszierten Nadines Redwood-Rinden, waren aber sonst sehr freundlich. Eine raunte ihrem Kollegen zu: „Capitan fantastico“. Wer den Film kennt („Captain Fantastic“) weiß, das dies ein Kompliment ist..

Kaum hat man die Grenze überquert, wird aus der Lehmpiste eine Straße fast wie in Deutschland, mit Leitplanken und allem was dazu gehört. Der Guide war begeistert von Evo Morales, dem Präsidenten von Bolivien, und erzählt dass es wirtschaftlich bergauf gehe. Auch der Tourismus boomt, es waren viele Toyota Landcruiser unterwegs.

Aber auf dem Land merkt man, dass Bolivien noch ein sehr armes Land ist. Doch dort wo die Touren halten, wurden Spezialitäten wie Lama-Steak mit Quinoa und Lama-Wurst im Hotdog serviert, und die Kinder freuten sich über die Wurst.

Auf jeden Fall gab es dort oben in der grandiosen Vulkanlandschaft keine weitere Reisegruppe mit Kindern. Ein großes Danke an Nadine, wie sie hier diese drei Tage Abenteuer für uns alle mit möglich gemacht hat. Zum Glück habe ich eine „Capitana fantastica“ an meiner Seite!

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