Freitag, 6. Juli 2018, 19.19, im PeruRail-Zug zurück nach Cuzco.

Manche Wege sind mit Hindernissen verbunden. Um Machu Picchu zu erreichen, hatten wir zwei Tage in Cuzco und einen im Calca eingeplant um uns an die Höhe zu gewöhnen. Aber dann erwischte es Nadine mit einer Grippe, und wir mussten dennoch weiterreisen, um unser lang vorher gekauften Tickets für Machu Picchu zu nutzen.

Ein Aufbruch ist immer schon ein Mega-Akt, bis alles Zeug aller Kinder und von uns wieder verstaut ist, einschließlich der 1000 in alle Zimmer verstreuten Lego- Teile und Taras gesammelten Mal- und Bastelsachen, und alle bereit zum Aufbruch sind.

Wenn man 39 Grad Fieber hat und auf 3400 Meter Höhe ist, ist es eine Tortur. In Calca dann nahm ich alle Kinder zu mir ins Zimmer, damit Nadine in einem getrennt gelegenen Krankenlager sich erholen konnte. Und tatsächlich- am Morgen ging es Nadine wieder gut. So fuhren wir weiter mit Bus und Zug nach Aguas Calientes. Dort aber wurde es dann Morpheus so kalt. Jetzt hatte er den Virus. Wir überlegten hin und her, wie wir es machen sollten. Auch er hatte 39 Grad, so beschlossen wir den Morgen abzuwarten, in einer kurzen Nacht mit dem Lärm der Diesel-Lokomotiven direkt vor dem Fenster. Um 4.00 gab Nadine ihm die hohe Dosis Ibu-Saft. Als um 5 der Wecker klingelte, war er voller Schwung und wollte los.

Gegen 7.50 Uhr hatten wir es dann geschafft, die Schlangen zum Bus gewartet, die Serpentinen heraufgefahren durch die eindrucksvolle Urwaldlandschaft in diesem steilen Tal.

Oben angekommen war Morpheus Elan wieder verflogen, wir mussten ihn tragen. Doch beim ersten Lager schon hatten die Kinder wieder großen Spaß und spielten Blinde Kuh. Doch es lag ein größerer Rundweg vor uns, um einmal die ganze Anlage zu erkunden. Wir schufen ein weiteres Lager im Schatten eines Felsen, wo Morpheus sich ausruhen könnte.

Aber: wir haben es gemeinsam geschafft. Auch Morpheus freute sich sehr, dass er dabei sein konnte, und Ausblick und das Gefühl an einem ganz besonderen Ort angekommen zu sein machte alle froh.

Allein schon die Natur ist einfach unbeschreiblich. Wir kommen wieder, das haben Nadine und ich schon beschlossen, das nächste Mal mit einer Wanderung verbunden. Wenn die Kinder aus dem Gröbsten raus sind.

Unten in Aguas Calientes am Bahnhof eine schöne Stimmung. Lauter glückliche Reisende, mit dem Gefühl etwas ganz besonderes erlebt zu haben warten auf den Zug zurück nach Cuzco, 4 Stunden durch die Nacht.

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