Besuch der Hacienda Yanachaga (PROSOYA) der Peru-Aktion

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Mittwoch, 27. Juni 2018, 9.25 Uhr, Huancabamba, Peru

Im Bergurwald von Peru nahe der Stadt Oxapampa gelegen, waren wir eine Woche zu Gast auf diesem „Vorzeigeprojekt“. Hier wird mit großem Einsatz der peruanischen Mitarbeiter und deutschen Freiwilligen seit bald 30 Jahren auf dem Gelände einer 1875 von deutschen Auswandern gegründeten Farm gezeigt, wie man konkret die Situation sozial benachteiligter Jugendlicher verbessern kann.

Im Mittelpunkt steht, den Jugendlichen in einer Art Internat nicht nur eine Gemeinschaft zu bieten, sondern vor allem eine Schulausbildung mit einer praktischen Ausbildung zu kombinieren.

Ökologische Landwirtschaft, Küche, ein Restaurant und Gästezimmer, eine Bäckerei, eine Schreinerei, Werkstätten zur Metallverarbeitung wie Bienenzucht, Forellenzucht, Hühnerhaltung, Maschinen zur Trocknung und Röstung u.a. vom Kaffee bieten praktische Gelegenheit zum Mitarbeiten und Lernen.

Ein eigenes Wasserkraftwerk mit 35 Kw Leistung erzeugt den Strom und nutzt die hier reichlich vorhandene Wasserkraft.

Das Gelände erstreckt sich über 7 km auf der linken Flussseite das Tal hinauf bis zum Nationalpark Yanachaga Chemillen. Hier könnte noch mit Anbau von Avocado etwa bei intensiverer Nutzung weitere Einnahmequellen erschlossen werden. Auch der Tourismus bietet Potential, ist doch für viele Einwohner von Peru, besonders von Lima Urlaub im eigenen Land zu einer realistischen Möglichkeit geworden.

Noch wird das Projekt zum großen Teil von Spendengeldern vor allem der Peru-Aktion aus Deutschland

http://www.peru-aktion.de

als auch dem Einsatz von Freiwilligen unterstützt.

Hier sind 36 männliche Jugendliche derzeit in Betreuung, eine weitere Einrichtung in der Nähe bietet ein ähnliches Konzept für junge Mädchen.

Für unsere Kinder war es eine eindrucksvolle Zeit. Essen im Gemeinschaftsraum mit den Jugendlichen, abends Fußball auf dem Fußballplatz, Kätzchen für die Kleinen, Besuch der Werkstätten und der Gemüsegärten, der Fischzucht und des Kraftwerks waren spannend. Wir erkundeten den Aussichtspunkt und die Felder am Berg und es gab einfach ungeheuer viel zu entdecken.

Auch für die jungen Freiwilligen aus Deutschland bietet ein Jahr hier in einer ganz anderen Welt viel Gelegenheit zu lernen und zu wachsen.

Zum Abschied saßen wir noch am Lagerfeuer zusammen, es gab einen lauten tiefen Schlag und die Erde bebte. Und dann wieder die zahlreichen Geräusche aus dem Urwald und der Vollmond über uns.

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