Ich (Nadine) bin 1977 in der ehemaligen DDR geboren. In Zwickau Oberplanitz wuchs ich mit außen Plumsklo und Kohleofen auf.

Feuer machen und Ofen ausputzen habe ich früh gelernt.

In dem Haus lebten meine Eltern,meine Großeltern und meine Uroma.

Nicht weit vom Ortskern entfernt hatten meine Großeltern einen Friseursalon.

Das Haus war umgeben von einem kleinen Garten, mit 2 Birnbäumen die immer im Jahreswechel ihre Früchte trugen, einen großen Apfelbaum und eine Sauerkirsche. Jedes Frühjahr blühte ein großer Rhododendron und der Duft der Rosen meiner Oma ist unvergessen.

Es gab einen Keller einen Dachboden und eine Garage; ich hatte immer viel Platz.

Ich kam mit 8 Monaten in die Kinderkrippe und wurde mittags abgeholt.

Meine Mama arbeitete als Röntgenassistentin im Krankenhaus in Zwickau. Mein Papa fuhr schon seit er 14 Jahre alt war unter Tage ein und haute Kohle aus dem Stein. Dafür hatte er früh eine eigene Wohnung und war selbstständig.

Wir fuhren einen Skoda; erst rot dann gelb, den wir aber leider abgeben mussten weil mein Onkel mit seinem Wartburg nicht in den Westen ausreisen durfte. Ich mochte das neue Auto nicht.

Dann kam die Wende; ich war 12. die Familie meines Papas waren mittlerweile schon alle „drüben“.

Die Kokerei machte zu, meiner Mama ihr Job war krisensicher.

Sie haben alles gemeinsam cool gemeistert. Nach ein paar Jahren war klar: Mama stockt auf und schiebt mehr Dienste, Papa kümmert sich um das Haus und den Haushalt.

Ich schloss die Realschule 1993 ab und began gleich darauf eine Ausbildung als Physiotherapeutin die ich 1996 beendete.

Ich hörte die Doors und Janis Joplin, verbrachte viel Zeit mit meinen Freunden und träumte von einem bunten, wilden Leben. Ich folgte dem Flow und fuhr

Sylvester 1995 nach Berlin um am Brandenburger Tor zu feiern. Daraufhin beschloss ich so schnell wie möglich nach Berlin zu ziehen.

Januar 1997 war es dann soweit.

Es kamen wilde Jahre.

Ich habe in Berlin Fuß gefasst. Als Physiotherapeutin gearbeitet und war viel in der Berliner Technokultur unterwegs. Viele mir lieb gewonnene Menschen begleiten mich bis heute.

Mit 25 traf ich Leander und wir tanzten die ganze Nacht im ehemaligen Marie am Ostbahnhof, ein halbes Jahr später verlobten wir uns auf einem kleinen Open Air.

Ich weiß noch genau, dass mich mein Papa anrief (was höchst selten vorkam); ich lag gerade in der Badewanne bei einer Freundin, (ich hatte zur der Zeit keine eigene) und mich freudig fragte ob es stimmte dass ich heiraten werde, und wie ich das den wieder hinbekommen hätte. Wir haben herzlich gelacht.

Leander getroffen zu haben bezeichne ich immer noch als das größte Geschenk in meinem Leben.

Der Rest ist Geschichte die viele kennen. Es kamen die Kindlein es folgten erste längere Reisen.

Es wurde mir nicht in die Wiege gelegt das Reisen meine erster Flug war mit 23 Jahren nach Teneriffa, aber so langsam hab ich’s drauf :).

Der Weg nach innen ist der für mich wertvollste geblieben. Unendlich verbunden mit allen und allem, glaube ich zutiefst an die Menschen und ihren Weg.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: