Sonntag, 17. Juni 2018, 22.08, Lima, Peru

Morgen früh geht es los. Wir haben für 13 Tage ein Auto gemietet, die Hälfte des Gepäcks lassen wir in Lima. Es geht Richtung Norden die Panamerikana hoch und dann die Anden hoch. Erste Etappe die heißen Quellen von Churin.

Wenn es von uns etwas länger nichts zu hören gibt, dann liegt es an unserem Ziel. Oxapampa liegt im Bergurwald. Wir überqueren die Anden knapp unter 5000 Meter, dann geht es in die „Selva“. Wir wollen dort eine Woche bleiben.

Hoffentlich gibt es für die WM Fernsehen – bisher hatte ja weder Peru noch Deutschland Glück bei ihren Auftaktspielen der WM. Als Peru kurz vor der Halbzeit gegen Dänemark den Elfmeter verschoss, würde es draußen sehr still. Ganz Peru schien wie gelähmt.

Wir trafen alte Freunde aus meiner Kindheit, Eltern von Klassenkameraden von mir und meinem Bruder. Es war ein sehr schönes Wiedersehen. Wir tranken Weißwein und aßen Käsefondue in einem Schweizer Restaurant. Herrlich. Vielleicht sehen wir uns noch nächste Woche in Oxapampa wieder, dort haben die Beiden auch einen Hacienda.

Mitten in Miraflores gibt es eine alte Lehmpyramide, die Huaca Pullclana.

Als ich in den 70er Jahren noch in der Gegend lebte, war es nur ein großer Hügel, der als Müllhalde und Motocross-Strecke genutzt wurde.

Dass sich darunter eine historische Stätte von Hunderten Meter Länge verbarg war vergessen. Ich hatte nie etwas davon gehört. Man sieht heute wie nah die moderne Stadt an die 1500 Jahre alte Anlage heran gebaut wurde.

Auch das archäologische Museum war interessant und hat besonders Velis sehr gut gefallen. Tara fand die Mumien spannend, Lysander die ganzen Schädel mit rituellen Verformungen und Trepanationen.

Vor allem aber sah man, wie es über die Jahrtausende (die ersten Funde gehen mehr als 10.000 Jahre zurück) so viele unterschiedliche Kulturen und Reiche vor den Inkas geben hat.

Und immer wieder Plätze für die Kinder zum Spielen und Orte zum Basteln und Essen. Das Essen kommt gut an, die peruanische Küche hält was sie verspricht.

Jetzt aber freuen sich alle auch auf einen Wechsel und etwas Sonne. Ich bin das erste Mal in Südamerika selbst gefahren, das Auto abzuholen. Es geht dynamisch zu auf der Straße. Ich freue mich aufs Fahren.

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