15. Juni 2018, 20.30 Uhr, Apartementos Trendy Host, Barranco, Lima

Wir haben uns um die wirklich wichtigen Dinge zuerst gekümmert. Einen VPN-Tunnel eingerichtet, so dass Lysander die WM-Spiele auf der deutschen Sportschau- und ZDF-Seite auf dem Laptop anschauen kann. So wird der Rechner über eine deutsche Adresse angemeldet, und die Sperre im Ausland umgangen.

Das war meine Aktion von 6.30 bis 7.30, damit um 8.00 die WM-Eröffnung beginnen kann. Hier ist es ja 7 Stunden früher als in Deutschland. Sehr vertraut die Stimme des deutschen Kommentators zu hören.

Und natürlich: Weltreiseschule. Jetzt ist Endspurt angesagt, und wir machen noch jeden Tag bis zur Heimreise Mathe. Die große Rettung ist Sofatutor, denn ich bin im Erklären einfach nicht gut genug und die kurzen Spots mit anschließenden Übungen erleichtern den Unterricht.

Und ich habe jetzt auch die Geduld, mir so manchen Frust wieder und wieder anzuhören. Es ist eine der echten Fortschritte dieser Reise: Wir haben alle eine enorme Geduld entwickelt, die Launen und Eigenarten der anderen zu ertragen. Denn es gibt keinen Ausweg. Aber gute Aussichten: wenn alles klappt, können auch Tara und Morpheus wieder in ihre alte Kita zurück, so hieß es heute!

Schließlich schaffen wir es dann endlich vor die Tür. Erste Station ist Museum für Elektrizität, wo alte Geräte die Kinder faszinieren. Und dann der Spielplatz. Auf Taxifahren hat keiner Lust, Lysi wird noch schlecht wenn er nur daran denkt. Also bleiben wir in Barranco. Hier gibt es auch viel zu sehen. Es ist wirklich sehr schön hier, und sehr trendy.

Wir wagen das Abenteuer ins Museum für moderne Kunst zu gehen. Die Bilder und Installation laden zum anfassen ein, nur das geht eben gerade nicht.

Hier wird es um gegen 6 Uhr abends dunkel, und wir bringen die Kinder heim in unser kleines Zuhause. Mit den an der Ecke gekauften Maracujas, die doppelt so groß sind wie in Indien, und allen super schmecken, Avocados und einem Grilljähnchen.

Es ist feucht hier, ein Luftentfeuchter hilft nur begrenzt dagegen. Unter der Decke ist es am gemütlichsten.

Wir gehen zu zwei noch mal los, in ein leckeres Restaurant. Der Fisch ist wirklich hervorragend. An der Wand ein Bild mit Autogramm von Paul McCartney.

Und danach um die Ecke noch eine Bar mit einem echten Urwald-Namen. Dort ist es sehr schick und die Sours sind hervorragend. Wir testen Pisco Sour und drei Varianten mit Maracuja und anderen Früchten und Pflanzen. Herrlich.

Heute nahmen wir die Kinder mit ins Restaurant. Erst ist Bastel- und Zeichenstunde, dann schmeckt allen der Fisch mit Reis sehr gut. Wir sind glücklich: Das Essen in Peru schmeckt den Kindern.

Morgen spielt Peru gegen Dänemark. In diesem Fußball-verrücktem Land wurde ja schon der Tag der Qualifikation zur WM nach 32 Jahren gleich zum Nationalfeiertag ernannt. Ganz Peru ist aufgeregt und wir drücken mit die Daumen.

Am Montag schon brechen wir ja mit eigenem Auto über die Anden auf den Weg Richtung Bergurwald, nach Oxapampa. Es wird eine aufregende Fahrt, das weiß ich. Meine erste eigene Fahrt in Peru.

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