Science City Kolkata and New Alipore Market

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Kolkata, 11.Februar 2018, 20.31 Uhr

Morgens schien die Sonne, und wir packten die Schwimmsachen ein.

Vor unserem Haus das vertraute Bild von Kühen, die morgens gefüttert wurden. Dann mit dem Uber ganz bequem zum Victoria Memorial, zu Ehren der 1901 verstorbenen Königin errichtet. Ein schöner Bau in einem großen Park, leider aber Montag geschlossen. So fuhren wir weiter zur Science City.

Das war herrlich dort, eine Welt für Kinder mit vielen vielen Experimenten zum anfassen und ausprobieren.Die Kinder waren sofort begeistert und nach kurzer Zeit war klar: hier bleiben wir den ganzen Tag! Es gab so viele spannende Abteilungen und so viel auszuprobieren.

Im Spiegelkabinett wurden wir zu einer ganz großen Familie.In der „Geisterbahn“ fuhren wir durch 3.5 Mio. Jahre Naturgeschichte und im 360 Grad Kino erlebten wir die Entwicklung der Menschen hautnah auf Hindi. Die Urmenschen sahen Goa-Gil und seinen Anhängern verdächtig ähnlich.

Das Essen schmeckte, und im Park und Labyrinth gab es unzählige Experimente, alle in Deutschland aus Sicherheitsgründen undenkbar. Eine Art umgekehrtes Jo-Jo das einen hochzog begeisterte alle. am meisten erstaunte uns wie die Kinder bis zum Ende durchhielten und weiter wild und freudig herumsprangen. Das war wirklich Weltreiseschule as it’s best!

Die Heimreise würde dann abenteuerlich. Man merkt ja erst was einem wichtig ist wenn man es nicht mehr hat. Mit einem funktionierenden Handy mit Datenvolumen ist Reisen vom A nach B auch für unsere Gruppe kinderleicht. Uber-App aufrufen, Ziel eingeben, Wagen-Preisklasse aussuchen und auf Start drücken. Das Taxi wird minutengenau angezeigt, man sieht Fahrer und Autonummer. Dann steigt man ein, sagt Hello und steigt entspannt am Ziel wieder aus. Kein verhandeln, kein Problem mit dem Wechselgeld. Absolut easy. Uber ist der größte Unterschied beim Reisen seit ich unterwegs bin.

Jetzt die Erfahrung als das Datenvolumen von 2GB am Tag (kostet in Indien mit Vodacom 5 € im Monat) aus ist.

5 Taxifahrer stehen am Ausgang bereit. Jeder behaupten sofort zu wissen wo wir hinwollen: New Alipore Market. Schon beim einsteigen gibt es fast eine Prügelei: gilt nun wer uns zu erst anspricht oder wer weiter vorne in der Schlange steht? Wir folgen dem vorderen, mit ungutem Gefühl. Als wir dann mit einem rasenden Fahrer im Ambassador das Victoria Memorial südlich hinter uns lassen wissen wir, das dieser Fahrer nicht weiß wo wir hinwollen. Dann bremst er mitten an einer 6spurigen Straße an einem Zaun und meint: Money. Da hinten auf der anderen Seite sei der New Market. Ich zücke einen 500 Rupien Schein. 300 waren vereinbart, mit Über waren es 197, ok. Natürlich hat er kein Wechselgeld. Dennoch sollen wir jetzt aussteigen. Ich mache klar, dass dies seine Aufgabe sei meinen Schein zu tauschen, nicht meine. Schließlich finden er jemand. Wir müssen aber dennoch erst einmal über den Zaun klettern und landen im Chaos irgendwo. Die Straße zu überqueren ist die erste Herausforderung, der Markt gegenüber die zweite. Wo sind wir? Und wie kommen wir hier weg und dorthin, wo wir hinwollen? Die Menschen sind freundlich und wollen eines von uns: ein Selfie.

Wir versuchen einen Handyladen in dem Basar zu finden und dabei kein Kind zu verlieren. Zwei Läden sind da, aber sie verkaufen keine Vodacom-Pakete. Die Dämmerung bricht ein. Es hat keinen Zweck, wir müssen es mit einem weiteren Taxi versuchen.

Der Fahrer ist freundlich und versteht Alipore. Mittlerweile können auch Tara und Morpheus fließend „New Alipore Market“ aufsagen. Er fährt auch nach Alipore. In der Dunkelheit können wir ihn überzeugen dass wir jemand fragen müssen. Einfach herumfahren hilft uns nicht weiter. Am Ende hilft jemand der alles versteht: Englisch, Hindi und wo der Market ist.

Aber das Einkaufszentrum sieht verdächtig dunkel aus. Eine security-Frau lässt uns hinein. Darin ist es leer und schwarz verspiegelt. Stockwerk für Stockwerk. Ich komme mir wie in einem Film vor. Es ist offensichtlich noch nicht fertig, das Einkaufszentrum. Und es gibt nur ein paar Boutiquen mit Unterwäsche oder Kinderspielzeug. Wir wollten Essen und eine Telefonkarte kaufen. Fehlanzeige.

Dann, im Erdgeschoss gibt es doch einen Markt. Mit sehr leckeren Kokosnüssen und Obst und Gemüse.

Jetzt geht es durch die Dunkelheit weiter. Hinter der Tankstelle gibt es einen Telefonladen. Mit Vodafone. Während ich die Karte kaufe warten alle draußen. Bis auf Tara, die läuft einfach weiter und freundliche Inder helfen uns.

Kaum sind die Daten wieder da, sehen wir auch dass es nur noch 500 Meter nach Hause ist. Herrlich! Wir schaffen das noch. Ein langer Tag voller Erlebnisse ist geschafft. Als wir alle zum Hauseingang hereinkommen rufen wir alle: GESCHAFFT!!!

Daheim gibt es leckeres Essen von unserer Lady und alle Jungs gehen mit mir unter die Dusche. Es lohnt sich.

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