Freitag, 9. Februar 2018, 18.30 Café Artjuna, Anjuna, Goa, India

Die Jungs haben sich noch mal einen Pfannenkuchen im Café Artjuna gewünscht.

Die Sachen sind gepackt, das Haus leer geräumt. Das Taxi bestellt. Wir saßen gestern noch mit Michael und Carmin zusammen, haben uns verabschiedet und noch mal viel aus einer ganz anderen Welt gehört. In der Michaels Mutter, wie wir hörten starb als er 10 Monate alt war. Er der jüngsten von 4 Kindern war. Seine ältere Schwester an einem Schlangenbiss umkam. Michael wurde verheiratet, mit Carmin die er vor der Hochzeit nie gesehen hatte. Sie hatten Glück miteinander. Das Haus, in dem er auch geboren wurde steht hier schon 400 Jahre. Sie haben drei Söhne und eine Tochter wie wir, ein weiteres Kind starb ihnen früh. Michael ist mit 85 Jahren der älteste in seiner Familie. Er wirkt immer noch deutlich jünger. Sein Enkel war da und hat für uns gekocht, sehr lecker Salat und Garnelen. Lysander und Velis verstanden schon viel. Heute war ihr letzter Tag, es gab Zeugnisse und Verabschiedungen. Unsere Freunde aus Assagao, im Sommer auch im Prenzlauer Berg um die Ecke wohnend haben Gulasch gekocht, mit Rotkraut. Es war ein Stück Heimat, herrlich.

Wir waren noch mal im Schwimmbad, haben Tarotkarten gezogen. Ich war noch mal auf einer richtig vollen Party am Strand, noch voller als auf dem Photo unten aus den 70er Jahren. Michael erinnert sich an die Hippies. Sie waren arm und meistens nackt. Und sie haben Anjuna berühmt gemacht.

Auch die 84 jährige Lady aus München, die den Winter immer im Mango Shade wohnt hat uns herzlich verabschiedet.

Es gab noch mal Eis für alle. Wir sind soweit. Mit den Jungs bin ich ein letztes Mal durch die Nacht unterwegs, eine Einladung von der Schule. Kindergeburtstag in Vagator. Vorbei an der Polizeikontrolle (ich fahre einfach vorbei), am Hilltop ( es ist der Party-Monat angebrochen, mit DJs aus aller Welt zu Besuch und den Traveller aus Europa, die jetzt alle im Februar kommen). Wir bleiben stehen, Benzin ist alle. Zu Fuß brechen wir auf, und finden an der Kreuzung einen Grill der passend auch Benzin verkauft. Ein Liter in der Plastikflasche mitgenommen und nachgefüllt, dann geht es weiter. Die Party ist richtig Goa, voller Leute aus der Schule und mit Livemusik und buntem Trubel für Jung und Alt. Morpheus wird aufgefordert auch zu bleiben, so komme ich noch mit hinein.

Morgen brechen wir auf auf den Teil der Reise, wo keiner von uns schon war. Wir sind aufgeregt und freuen uns. Ein halbes Jahr liegt vor uns.

Danke für diese tolle Zeit in Anjuna!

One Reply to “Letzter Abend in Anjuna”

  1. Hallo ihr Lieben Schätze, vielen Dank für euren eindrucksvollen Bericht über euren Abschied von Michael und Carmen Wir denken an euch besonders in eurer letzten Nacht in Goa. Das ist jetzt wieder ein Aufbruch , diesmal in Neuland. Wir alle wünschen euch Glück für die weitere Reise, so wie ihr es bisher hattet! Wir werden euch weiter in Gedanken und mit vielen guten Wünschen begleiten! Hier heißt es auch Abschied nehmen von Spindlermühle. Niels sagte beim gemeinsamen Pizza-Essen , wie schön es doch ist , dass niemand von den 23 Leutchen einen Unfall hatte. Für nächstes Jahr seid ihr schon fest eingeplant! Wir umarmen euch ganz fest und herzlich , Bärbel und Dieter und Oma und Opa

    Wir haben neue Mailadressen: dieterfortmann@posteo.de, b.fortmann@posteo.de

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