Betrachtungen am Strand von Mandrem

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Montag, 27. November 2017, 10.00 Uhr,  Am Strand in der Nähe des Surf Club, Mandrem, Goa, India

Ich sitze im Schatten eines Baumes an den Dünen. Jetzt beginnt die ganz besondere Zeit dieser Reise. Neun Wochen haben wir, an denen alle Kinder den ganzen Tag in der Yellow School sind.  Das heißt, ich habe Zeit bis 15.30 Uhr, um mit der Enfield durch Goa zu fahren, mir einen schönen Platz auszusuchen. Mich auf ein Tuch zu setzen und zu schreiben. Man kann es auch meditieren nennen. Oder Klarheit gewinnen. Oder konzentrative Entspannung.

Die Fahrt war schon wunderschön. Das langsame Geknatter der Enfield, die morgens noch leeren Straßen, die wunderschöne Landschaft und Goa mit seinen malerischen Ecken. Traumhaft.

 

Was ist es, was mich an Indien so fasziniert? Ich weiß es ganz genau. Indem man auf längere Reisen geht, öffnet man sich für neue Eindrücke. Macht sich bereit, die Dinge anders zu sehen. Vielleicht beschreiben es die Begriffe Askese und Ekstase gut.

Der erste Schritt einer Reise ist, dass man sein Gepäck packt. Man kann nicht alles mitnehmen. Im Gegenteil, will man flexibel bleiben und leicht reisen, nimmt man wenig Gepäck mit. Konzentration auf das Wesentliche. Wenn es gut funktioniert, ist das wenige was man mitgenommen hat immer noch viel zu viel.

Ich bin viel mit dem Rucksack gereist, schon bevor ich in Indien war. Über ein Jahr durch Südamerika, Afrika und den Nahen Osten. Und ich habe diese Erlebnisse zutiefst genossen. Aber es gibt etwas, was Indien für mich einzigartig macht. Es geht los mit dem Wetter. In den Wintermonaten von Oktober bis April kann man die Kleidung, wenn man es ganz auf die Spitze treiben will, auf  Shorts und ein Lungi reduzieren.

Jenes Tuch, welches man für ein bis zwei Euro überall bekommt. Um die Hüfte geschwungen, hat man etwas an. Auf den Sand gelegt, kann man darauf schlafen. Um die Schulter geschwungen, wärmt es in der Nacht. Über den Kopf, schützt es vor der Sonne. Kommt man aus dem Wasser, kann man sich damit abtrocknen. Knotet man es zusammen, dient es als Tasche für die Habseligkeiten. Man kann es dann an einen Stock binden und hat so die komplette Ausstattung bei sich. Es ist sozusagen „reduce to he max“.

Aber mir geht es nicht darum, Askese zu leben. Es ist aber erstaunlich, wie sehr es erleichtert wenn man die Suche um und das kümmern um die alltäglichen Dinge reduzieren kann. So habe ich das erste halbe Jahr in Indien mit dem Eimer Wasser aus dem Brunnen und einer Toilette unter freiem Himmel,  bei der die Schweine die Klospülung waren gelernt zu leben. Es war eine befreiende Erfahrung.

Eine kurze Hose mit einer verschließbaren Tasche und ein T-Shirt, eine Badehose und eine Sonnenbrille sind natürlich auch gut. Taschenmesser, Feuerzeug und Kerzen und ein kleiner Rucksack, ein Notizheft und ein Stift. Ohrenstöpsel und Schlafbrille und ein kleines Kopfkissen. Ein Zahlenschloss für das Zimmer ist ideal, schon kann man keinen Schlüssel verlieren.

Und so geht es mit dem Essen und trinken weiter. Was geht immer? Kokosnüsse zum Trinken und Essen, überall zu bekommen, gesund und lecker. Meine besondere Vorliebe auch: Lemon Soda plain. Wasser mit Kohlensäure mit frischem Limonensaft. Enthält keinen Zucker, kein Salz, kein Koffein, keine Kalorien und schmeckt dennoch herrlich erfrischend. Und kostet wenig. Ideal wenn man einen schattigen Platz sucht und dafür etwa am Strand etwas in einem Beach Shack bestellen möchte.

Zum Essen: Der Standard Dhal Fry, gelbe Linsen mit Reis oder Chapati. Kann man auch überall bekommen, und ist immer lecker. Oder Vegetable Thali, Reis mit verschiedenen Gemüsen und Soßen. Herrlich indisch. Vor allem aber natürlich all die leckeren Früchte, die es an jeder Ecke zu kaufen gibt und von denen Maracujas meine ganz besonderen Favoriten sind. Aber auch der Papayasalat mit den kleinen Bananen und Limonensaft. Oder Mangos, Ananas, Weintrauben, Guaven, Litschis und so weiter.

Und Bewegung an der frischen Luft draußen. Ob Yoga, Schwimmen oder einfach nur spazieren gehen. Idealerweise auf einer Party tanzen.  Es wird nie kalt und der Wind ist immer lau, auch abends oder Nachts. Und das Meer immer warm.

Aber worum geht es mir? Dem Westen zu entsagen? Auszusteigen? Fortschritt und Technik den Rücken zu kehren? Die Leidenschaften zu bekämpfen? Nein. Das Ziel ist eher die Ekstase. Denn Entsagung ist ja nur wieder eine Freiheit, gegen, nicht eine Freiheit für. Ich will mir selbst aussuchen, was mich begeistert.

Aussteigen. Das klingt verlockend.  Wäre für mich ja nur wieder eine neue Unfreiheit. Ich bin in Südamerika aufgewachsen und weiß, dass Armut, Krankheit, Unwissenheit und Unfreiheit in großen Teilen der Welt real ist und wir uns im Westen, ganz besonders in Deutschland glücklich schätzen können. Wir leben in einer der besten Systeme der Welt. Ich will nicht dauerhaft woanders leben. Aber immer wieder Reisen. Und den Winter dort zubringen, wo es mir gefällt.

Ich glaube: Es ist gerade die zu große Sicherheit in unserer Welt, die uns Probleme macht. Wenn man schon weiß, dass für alles gesorgt werden wird, von der Wiege bis zu Bahre, dass wir uns alles kaufen können, dass Bildung frei und es alles in fast unbegrenztem Überfluss gibt, dann wächst eine neue Abhängigkeit heran. Wir haben Angst, all das verlieren zu können was wir so sicher zu haben glauben. Und wir glauben, es gäbe bei uns einen Mangel.

Wir glauben dann wirklich, dass Armut und unüberwindbare Probleme drohen, wenn die Bevölkerung durch Flüchtlinge um 1% wächst. Dass wir wirklich durch Umweltgifte, Terror, Arbeitslosigkeit, Kriminalität bedroht sind. Dass wir uns Angst um die Zukunft unserer Kinder machen müssen und uns Kinder nicht mehr leisten können. Das wir zu wenig von dem haben, was wir brauchen.

Es genügt, eine beliebige philosophische oder spirituelle Weisheit zu nehmen, die man hier in Indien an jeder Ecke verkündet bekommt, um das Bild zurecht zu rücken. Die Botschaften sind im Kern immer die gleichen, ob im Westen oder Osten, gleich in welche Religion oder Philosophie.

Der Flyer über Vipassana-Meditation, auf den mich der freundliche grauhaarige Mann Gründer des Mango-Shade Cafés hinwies, schreibt etwa dass man Buddhas Lehre oder die Grundregeln der Meditation auf drei Dinge vereinfachen kann: Vermeidung von

  1. craving
  2. denial
  3. ignorance

Fangen wir mit dem craving an, dem Bedürfnis etwas unbedingt haben zu müssen. Dahinter versteckt liegt ja oft die Angst, nicht genug zu bekommen. Wovon auch immer. Besitz, Anerkennung, Geld, Liebe, Schönheit, Wissen, Zeit, Gesundheit, Urlaub, Entspannung, Sicherheit, Süßigkeiten etc….

Der Coach Tony Robbins hat es auf zwei Dinge reduziert. Wir glauben alle entweder nicht geliebt zu werden oder nicht gut genug zu sein. Bei mir ist es sicherlich das Zweite.

Die erste einfache Auflösung lautet: Wir suchen etwas von außen zu bekommen, was nur in uns zu finden ist. Und die zweite Erfahrung lautet: Wenn wir es in uns gefunden haben, dann kommt es auch von außen auf uns zu.

 

Auch hier ist es wieder unbedeutend, woran wir glauben,  um das zu verstehen.

Ob wir Marketing studieren und uns als „Produkt“ attraktiv machen wollen, um anziehender zu sein; es wird funktionieren. Denn wir sind nur dann wirklich überzeugend, wenn wir selbst von uns überzeugt sind. Und das sind wir wieder nur dann, wenn wir die Erfahrung gemacht haben dass wir uns auf uns verlassen können.

Oder wir verstehen es medizinisch als das System in optimaler Balance, bei der alle Regelkreise ausgeglichen arbeiten. Und zugleich die notwendigen Abwehrkräfte haben, uns zu gesund zu erhalten.

Oder psychologisch als Resilienz, der Fähigkeit mit den „Widrigkeiten“ des Lebens positiv umzugehen und daran zu wachsen.

Oder im Sinne eines Survival-Trainings als die Erfahrung eines 70jährigen Rüdiger Nehberg, mit einem Messer und einem Lendenschurz in der Mitte des Amazonas-Urwalds allein seinen Weg zurück in die Zivilisation zu finden.

Oder spirituell als Kontakt mit unserem höheren Selbst.

 

Etwas in sich selbst finden. Was aber soll das heißen? Das ist alles schön gesagt, aber wie ich selbst weiß liegt der größte Unterschied darin, etwas zu denken und etwas zu erfahren. Man kann es lange lesen und auswendig lernen, logisch verstehen und für richtig halten.

Den Unterschied macht erst die eigene Erfahrung. Und die braucht Zeit und Abstand. Ich habe erst nach mehreren Monaten in Asien, in Indien die klare Einsicht bekommen, es gefühlt und verstanden dass ich so sein darf wie ich bin. Dass es keine „Schuld“ zum Abarbeiten gibt, keine „Aufgabe zu lösen“ etc., bis ich mich frei und entspannt und glücklich fühlen darf.  Und ich weiß auch: Es ist eine konstante Herausforderung, dieses Bewusstsein zu erhalten.

Was bedeutet das?

Die noch so perfekt geplante Luxusreise wird das Gefühl der Sicherheit nicht erzeugen. Denn irgendwo wird etwas nicht wie vorgesehen funktionieren, und das wird uns verunsichern. Das Zimmer ist nicht sauber, nicht leise, irgend etwas passt nicht. Wissen wir aber überhaupt nicht, wo wir schlafen werden in einem fremden Land und finden dann doch noch etwas zur rechten Zeit, auch ohne Lonely Planet oder Internet,  sind wir positiv überrascht. Und wir lernen im Idealzustand, unsere eigene Perfektion herzustellen  – überall und jederzeit. Weil wir sie erzeugen können. Wir lernen es über Wochen, Monate, Jahre. Auch von anderen, die das auch gelernt haben.

Das zu lernen ist ein schrittweiser Prozess. Aus meiner Erfahrung heraus dauert es länger, bis man versteht wovor man typischerweise Angst hat und was man deshalb glaubt brauchen zu müssen, um sich sicher zu fühlen. Und nicht immer wird man bereit sein darauf zu verzichten. Man muss es auch gar nicht. Es ist aber ein Lernprozess zu erkennen, dass man auf der Suche nach einem Gefühl ist.

Wir suchen ein Gefühl. Denn auch das ist klar: man kann das Gehirn oder den Geist von vielen Aspekten her betrachten. Aber es besteht kein Zweifel daran, dass in uns biochemische und elektrische Reaktionen ablaufen, die wir als Gedanken und Gefühle wahrnehmen. Und dass das, was wir vor allem suchen ist ein Gefühl. Das wird durch Botenstoffe im Gehirn ausgelöst wird, die an Rezeptoren andocken.

Es gibt zahllose Studien, die zeigen wie ähnlich beispielhaft die Gefühle der Vorfreude sind, und dass es sich hierbei oft um eine mit Dopamin verknüpfte Reaktion handelt. Vorfreude erzeugt eine gewisse als angenehm empfundene Aufregung. Die lieben wir.

Andere Gefühle wieder sind mit anderen Botenstoffen verbunden. Nach einer Anspannung sich entspannen zu können. Aber ob ich mir eine 100-Millionen-Euro-Yacht oder ein Matchboxauto kaufe, es geht um die gleichen Gefühle. Und es werden im Gehirn die gleichen Reaktionen ablaufen.

 

Die Schattenseite von etwas zu haben ist aber die Angst, es zu verlieren. Wir machen uns Sorgen. Und ganz viele Sorgen drehen sich um die Dinge. Wir kaufen Versicherungen (rein mathematisch Wetten darauf, etwas zu verlieren), weil sich das gut anfühlt. Wir würden vieles gerne machen, machen es aber nicht weil es „leider nicht geht“. Wie sollen wir die Ausbildung, die Arbeit, die Wohnung, die Dinge, die Sicherheiten des Alltags verlassen? Das fühlt sich zu gefährlich an.

So gibt es dann gefühlt zwei Optionen: In der Extremform kann man es als Karriere machen und Aussteigen bezeichnen. Das sind die beiden Möglichkeiten, so erscheint es uns. Und so wird es uns auch häufig suggeriert. Die einen wollen es weit bringen, die anderen eine Gemeinschaft mit Gleichgesinnten auf dem Land gründen. Oder Reisende bleiben. Für beide Lebensformen gibt es ausgeklügelte Anleitungen. Die einen setzen auf gute Schulen, gute Abschlüsse, gute Jobs, gute Anlageformen. Die anderen auf alternative Lebenskonzepte, biologisches und veganes Essen, Selbsterfahrung,  freie Schulen und spirituelle Lehren.

Ist die erste Form mehr auf das „craving“ ausgerichtet, so sehe ich bei der zweiten Lebensform das „denial“ im Vordergrund.

Denn auch in der „alternativen Lebensweise“ kann man es sehr weit treiben. Es sterben junge Mütter unnötig, nur weil sie glauben dass sich ihr Krebs mit alternativen Methoden heilen lässt. Es fällt leicht zu verneinen, dass es Kräfte gibt die man nicht mag und auch nicht beherrscht. Es vermehren sich mache Infektionskrankheiten wieder, nur weil viele Menschen glauben dass Dinge die sie nicht verstehen wie Impfungen und Antibiotika gefährlich sind, während die gefährlichen Krankheiten als natürlich angesehen werden, auch wenn sie Leid, Behinderung und Tod bedeuten können.

Weil es sich schöner anfühlt zu glauben, dass es Krankheit und Tod gar nicht gibt, wenn man sich nur gesund verhält.

Oder dass es einem die Freiheit raubt, wenn man eine anstrengende Sache anfängt und sich dieser länger verpflichtet, sei es eine Ausbildung, eine längere Berufserfahrung oder eine enge Beziehung.

Manche verneinen auch, dass alles seinen Preis hat, und man ihn manchmal zuvor, manchmal aber auch erst danach zu bezahlen hat, ob man das will oder nicht. Dass ein Schenkkreis auch nichts anderes ist als ein esoterisch verpacktes Schneeballsystem.

Man kann überhaupt wunderbar darüber philosophieren, wie gefährlich und schlecht die Erfindungen der Moderne sind, vom Transport über das Handy, von der Krankenversicherung die man bezahlen muss bis zum Internet das gefährlich ist, wenn man all die Vorzüge täglich nutzt.

Die größte Verleugnung derzeit ist es zu behaupten, dass wir nicht alle von der Globalisierung profitieren und nicht erkennen, dass diese erst all das erzeugt hat was wir schätzen und lieben – ein Leben für immer mehr Menschen im Wohlstand, ja Überfluss mit  Frieden, Freiheit, Menschenrechten, frei von Krieg, Armut, Aberglaube, vielem Leid und schrecklichen Ungerechtigkeiten.

Wie viele Einwohner gäbe es in Preußen noch ohne die peruanische Kartoffel? Wie sähe das Leben und die Freiheit in einem Afrika aus, in dem noch die afrikanischen und arabischen Despoten den traditionellen Sklavenhandel betreiben würden? In Nordafrika, in dem man den kleinen Mädchen traditionell die Klitoris mit einem Messer herausschneidet und die überlebenden Frauen verstümmelt ihr Leben lang mit Schmerzen leben?

In einem Indien mit brutalem Kastenwesen und einer Lebenserwartung von 30 Jahren? In einem Peru, in dem man noch zum Gebet Menschen auf dem Altar opfern würde? In der weiten Prärie Nordamerikas, in der man den Skalp des Nachbarstammes als Trophäe für besondere Tapferkeit sammelte?  Oder in Mitteleuropa mit brutaler Armut, Hungersnöten und furchtbaren Kriegen?

Und dass es das Wachstum an Wissen, der Handel und die Industrialisierung, die freie Marktwirtschaft und die Liberalisierung sind, die all den Wohlstand und die Sicherheit heute ermöglicht. Cuba, Nordkorea, Venezuela, Zimbabwe – die Beispiele der so gepriesenen „Alternativen“ kann man auch nur anpreisen, wenn man aktiv die Wirklichkeit verdrängt.

Erstaunlich, wie stark auch die Verleugnung, das „denial“ Kraft über uns hat. Verleugnung begegnet einem aber auch im Glaube, wir könnten den Tod durch bessere Medizin besiegen. Die diffuse Angst vor Anschlägen, Unfällen etc. ist auch die verdrängte Tatsache, dass alle Menschen weiter krank werden und sterben werden. Wenn alles gut läuft allerdings weniger und später.

Es bleibt aber genauso unverständlich, dass ein Drittel der Bevölkerung freiwillig und ohne konkreten Nutzen 10 Jahre seines Lebens verschenkt und sich für fast alle so gefürchteten Krankheiten mehr „Lose in der Lotterie des Lebens kauft“, nur weil man ignoriert dass Rauchen giftig und tödlich ist.

 

Der Sinn der Meditation ist nach vielen Lehren eben genau das herauszubekommen: Wo gibt es Dinge, an die ich anhafte? Wo gibt es Dinge, die ich verleugne?

Und in einem dritten Schritt die Einsicht zu gewinnen und die Unwissenheit zu überwinden: Ignorance.

Man kann sich den Lauf der Dinge von allen Seiten anschauen, aber klar ist: Die Dinge verändern sich. Nichts bleibt so wie es ist. Das Universum ist in einem Veränderungsprozess, die Erde ist es, wir selbst sind es Zeit unseres Lebens. Es gibt eine Evolution des Lebens, eine Entwicklung der Kultur, eine Veränderung der Wirtschaft. Und auch unser eigenes Leben ist eine Reise.

Manches kann man beeinflussen, manches kann man nur akzeptieren. Am Ende ist es vermutlich leichter, wenn man die Wirklichkeit in einem ersten Schritt akzeptiert. Und sie dann nach eigenen Wünschen verändert. Aber am Ende gilt es selbst herauszufinden, wie der eigene Plan aussieht.

Es gibt kein Pauschalrezept und keine „wahre Lehre“ an die man sich halten muss oder soll, das glaube ich zumindest. Und ich glaube auch, durch kritisches Hinterfragen der alten Wahrheiten und Experimente lässt sich die Sicherheit vertiefen und das Wissen vergrößern. Das gilt ganz besonders für das eigene Leben.

Am Ende muss es gar nicht bis zu der Einsicht kommen, dass es ein gemeinsames Verbindendes, das Bewusstsein gibt. Das ist vielleicht viel zu weit gesprungen. Es genügt schon zu sehen, dass alles miteinander etwas zu tun hat. Dass es kleine Welten in uns gibt und große Welten um uns herum. Das wir mit ihr in Austausch stehen und hier etwas machen können.

Wenn wir wollen, können wir etwas lernen. Und vielleicht, wenn wir Glück haben auch verstehen, dass wir glücklich und ohne Angst leben können. Liebe erfahren. Und wenn wir es wollen, unsere Existenz wie die ganze Existenz als ein Geschenk annehmen für das wir dankbar sein können. In dem wir wachsen können. In dem wir zuhause sind.

Und bleiben werden.

 

 

 

 

 

 

 

2 Replies to “Betrachtungen am Strand von Mandrem”

  1. Lieber Leander, wunderbar geschrieben! Erstaunlich wie einfach die wesentlichen Dinge sind und bereits seit tausenden Jahren immer wieder formuliert wurden um im Alltag dann doch wieder sehr komplex in der Umsetzung zu werden. Ich freue mich auf Euch und den gemeinsamen Austausch. Ich spüre schon seit Tagen das Dopamin, Serotonin, Oxytocin und die Endorphine aufgrund der Vorfreude durch den Körper rauschen. Bis ganz bald

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