Sonntag, 22. Oktober 2017, 19.21 Uhr, Campingplatz in Citrustal, Südafrika

Kaum zu glauben. Jetzt sind wir nur noch 200 Kilometer vom Kap der guten Hoffnung entfernt, schon fast ganz im Süden von Südafrika. Man kann die Welt mit dem Auto befahren, wenn es dann gut vorangeht schafft man auch einen Grenzübergang wie heute und dann noch 500 Kilometer, auch nach einem Bad morgens noch im Orange River.

Das war so ein toller Abschluss von Namibia, die Tage am Oranje River. Fast würde ich sagen, das war bisher der schönste Ort und die schönsten Tage. Wenn es davon nicht schon so viele gegeben hätte, auch der Fluss im Norden war magisch. Und die Sonnenuntergänge mit den roten Felsen im Roadhouse Camp am Fish River Canyon mit unseren Joggingtouren morgens und abends einfach traumhaft.

Drei Wochen liegen noch vor uns in Südafrika, und es steigt schon die Vorfreude auf Indien. Auf all das Essen dort und alles was wir so an Indien lieben.

Heute war ein langer, intensiver Tag. Morgens kamen noch mal alle zum legendären Schwimmen in den Fluss, schon vor dem Frühstück. So ein herrliches Wasser, so eine unberührte Natur und schön dass Velis und Lysi noch mal mit dabei waren, sie wollten noch mal Saltos rückwärts springen, von mir als mobiles Sprungbrett im Fluss von der Räuberleiter aus. Herrlich. Die netten Nachbarn aus Österreich machten noch ein Abschiedsfoto von Namibia für uns.

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Noch mal vorbei an der Solaranlage vor dem  Camp Felix, den riesigen Weinplantagen, die alle vom Fluss bewässert werden,  dann Abschied von Nambia und Einreise nach Südafrika. Ein kurzer Schreckmoment, als die Frage kam wo denn die „certified Documents“ wären. Das hieße ja, Geburtsurkunden der Kinder im Original. Ich überlegte schon nach Lösungen, über die eingescannten Versionen oder wie auch immer. Doch dann die nächste Auflösung durch den Officer – wir hatten ja schon ein Visum im Pass, und das galt auch noch bis Mitte Dezember. Man hatte uns ja schon mit den Kopien ins Land gelassen. Also Entspannung.

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Dann lange Strecken durch trockene Gegenden, und nach 300 Kilometer wurde es dann aber schlagartig grüner, mit bewässerten Feldern erst und einem Stausee und dann auch Bäumen und Sträuchern am Wegesrand, herrlich für die Augen nach so viel Trockenheit.

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Namibia war wundervoll, und schon dieser Teil der Reise bis hier her viel abwechslungsreicher als ich es mir vorgestellt hatte.  Morgen vor 2 Monaten sind wir losgefahren, haben erst ein 1/6 der Reise hinter uns und doch war es schon so erfüllend und in so vielen Dimensionen erfahrbar, dass dies die richtige Entscheidung gewesen war. 4000 Kilometer sind wir jetzt gefahren.

 

 

Montag, 23. Oktober 2017, 22.46 Uhr, 2 Monate seit Abreise und die Ankunft in Kapstadt, auf dem Chapmans Peak Campsite

Ein großartiger Tag. Wir sind wirklich in zwei Tagen von Namibia hier heruntergefahren. Heute morgen noch vom krähenden Hahn geweckt, früh um 5.50 voller Begeisterung aufgewacht. Uns so lief es alles super gut. Schnell die 2 Stunden nach Kapstadt herein, dort am Flughafen beim Maui Autoverleih lief alles bestens. Man bedauerte uns um unser Pannenfahrzeug, kopierte die zweiseitige Liste mit den Mängeln des Autos, war super freundlich und wir bekamen gleich einen neuen Wagen gestellt, besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. So kann guter Service aussehen, schon sind wir wieder mit der Firma versöhnt. Am Ende war vor allem das Dieselproblem mit dem undichten Tank sehr unangenehm und mit dem nur auf 750 kg ausgerichteten Hinterreifen statt dem vorgesehenen mit 1,2 Tonnen fühlte man sich nie so ganz sicher zu fahren. IMG_8071.jpeg

Mit allen Sachen frisch, vollem Tank und neuem Reifen, alles ohne was zu zahlen. Toll. So muss es laufen. Das war richtig eine Freude. So waren wir schon um halb 12 wieder draußen, fanden gleich in Kapstadt im muslimischen Viertel bei den schön bunten Häusern einen Parkplatz und beim einem malayischen Restaurant mit dem Namen Bismillah leckeres Essen, endlich mal was anderes als Fleisch, Kartoffeln, Mais, Spaghetti, Pfannenkuchen und Reis. Herrlich.

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Kapstadt ist eine tolle Stadt, beim Herausfahren waren es super schicke Häuser und Gegenden Richtung Kap, über Clifton und wie sie alle hießen, tolle Wellen unten am Parkplatz, super weiße Strände und jetzt über den traumhaften Chapmans Peak Pass noch herüberg und genau bei der Dunkelheit angekommen.

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Obwohl es schon geschlossen war haben wir dank einer netten älteren Lady noch einen Platz bekommen.

Beim Spar-Supermarkt einzukaufen war ein Traum, was es alles gibt! Die Kinder ganz happy mit Käse und Kasefondue und Graubrot, das hatten sie sich gewünscht und bekommen. Abends im Wohnmobil drinnen schmeckte es allen.

 

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