Freitag, 13. Oktober 2017,, 12.27 Uhr zwischen Swakopmund und Walvisbay kurz vor Langstrand

Die Kinder sind einfach toll. Wir fahren durch Dünenlandschaften, und halten kurz an. Richtung Meer sieht man schon die Schiffe des Hochseehafens Walvisbay. Doch die Kinder wollen die Düne besteigen, die  man dort am Horizont aufragen sieht. Ich sage: Auf geht’s! Und schon sind sie alle unterwegs, während ich mit Nadine beim Auto bleiben. Bald sehe ich nur noch kleine Punkte, drei vorne, einer etwas hinterher. Und immer wieder die Rufe: „Tara!“, um die kleine Schwester anzuspornen. Nadine läuft hinterher, ich passe auf den Wagen auf. Schließlich, ich kann sie kaum mehr erkennen haben sie es geschafft. Ganz oben auf der Düne. Ein paar Wolken sind aufgezogen, aber sonst ist die Sonne wieder herausgekommen nach dem grauen Tag gestern und heute morgen.

Wir müssen noch nach Walvisbay und waren gerade schon auf der Polizeistation in Swakopmund. Unser Permit für Namibia in der Windschutzscheibe ist abgelaufen, er war es schon bevor wir das Fahrzeug überhaupt bekamen. In der Verkehrskontrolle fiel es auf Autoverleih auf afrikanisch. Jetzt habe ich 750N$ Strafe auf der Polizeistation bezahlt, aber das Permit müssen wir uns beim Amt in Walvisbay holen. Da es Freitag ist und das Amt nur bis 16.00 auf hat wird der Stop in Langstrand (wo Angelina Jolie und Brad Pitt gewohnt haben) auf heute Nachmittag verschoben. Und dann ist ja immer noch das Problem mit der Technik des Wagens. Keiner hat mehr Lust auf afrikanische Werkstätten, aber irgendwann muss einer das Problem auch mal richtig angehen. Vielleicht heute noch? Wir haben noch nicht entschieden. Jetzt wo die Sonne herauskommt und es eigentlich Zeit zum Baden ist!

Samstag, 14. Oktober 2017, 22.17 Uhr, 100 km südlich von Windhoek, am Lake Oanob Resort auf dem Camp

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So ein guter Tag! Gestern die Einsicht bei, trübem Wetter, 14 Grad in Swakopmund: Rüttelpiste ist fertig. Wir fahren nicht noch mal vier Tage durch die Wüste, um die Düne zu sehen. Wir haben eine erstaunliche Strecke auf Wegen zugebracht, die niemand außer uns mit solch einem Wohnmobil fährt. Die große Düne muss ein anderes Mal drankommen.

Dafür geht es los Richtung Süden, zum Fishriver Canyon und dann nach Südafrika. Und das war ein Aufbruch heute. 6.30 Uhr Wecker, 7.30 schon ging es los zum Werkstatt, dann sind wir den ganzen Tag gefahren, über 450 km. Haben es echt durchgezogen. Und zum Ende hin waren es traumhafte Szenen, die ich nie vergessen werde. In der Abendsonne über traumhafte Straßen bis zum Horizont bergauf bergab geradeaus und dazu schöne Musik und alle begeistert und das Gefühl: Das ist der Traum, von dem wir alle geträumt haben. Im Wohnmobil, alle freudig, so ein Geschenk, so ein Lebensgefühl. Und Nadine am Ende einen Campingplatz vom Feinsten gefunden, am See, mit lauter Namibia-Deutschen Kindern beim Spielen, die unsere Jungs zum Fußball einladen. So schön hier, wir sitzen alle draußen und schauen uns zur Abwechslung von Jules Verne: In 80 Tagen um die Welt an, Teil 1 aus den 50er Jahren, herrlich. Lysander will Abenteurer werden und schläft draußen in der Hängematte. Dankbarkeit und stille Freude, und Morpheus meint: Was für ein Sternenhimmel.

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