Freitag, 22. September 2017, 9.43 Uhr, Weaver’s Rock Guest Farm, Campingplatz, Namibia

Nach all dem Trubel in Otivarongo (Autowerkstatt und Klimaanlagen-Spezialist konnten beide den Kühlschrank nicht reparieren) fahren wir das erste Mal an einem Ort ohne vorher reserviert zu haben. Es ist wie immer alles leer auf dem Camp.

Ein wunderbares Refugium hier auf dem Berg.

Beide Werkstätten waren sehr freundlich. Man trifft andere gestrandete Reisende (Getriebschaden beim Landrover), einen freundlichen und dynamischen schwarzen Chef mit der Pistole am Halfter), gegenüber zwei deutsch sprechende Kühltechniker, Freunde des Chefs. Die Kinder waren überrascht, hochdeutsch angesprochen zu werden. Die Elektrik ist es nicht, das wurde festgestellt. Wahrscheinlich ist der Kompressor kaputt. Wir beschlossen weiter zu fahren, im Supermarkt kaufte ich eine Camping-Kühltasche und Eiswürfel satt. Das kühlt auch eine ganze Weile gut.

Der gestrandete Schweizer mit dem Landrover zeigte mir auf seinem Handy ein Foto: Das ist der Wagen des Mechanikers. Dieser fuhr gestern nach Windhoek, um ein Ersatzteil für das Getriebe zu holen. Auf der Rückfahrt ist er eingeschlafen, Kollision mit einem Laster. Wie durch ein Wunder ist der schwere Toyota-Pickup Totalschaden, der Fahrer aber unverletzt. Ich las bei Wikipedia, dass mit 700 Verkehrstoten Namibia das gefährlichste Land der Welt im Verkehr ist, das sind pro Kopf 10 mal so viel wie in Deutschland. Wild und gefährlich.

Um bis zum Waterberg zu fahren wie geplant ist es schon zu spät. Wir fahren dennoch los und wählen die nächste Lodge nach Google Maps. Die Abzweigung ist zwar falsch eingezeichnet, als wir wenden und zurück fahren sehen wir aber das Tor, es steht „open“ daran. Wieder steigt die Spannung, kommen wir mit unserem „Ungetüm“ da durch? Wir sehen eigentlich nur die typischen Geländewagen bei Touristen. Es ist steil und bei den Bodenrinnen und Felsen sieht es recht knapp aus mit der Bodenfreiheit. Aber am Ende stehen wir direkt nach Sonnenuntergang oben auf dem Plateau und haben einen wunderbaren Rundumblick ins Tal. Wir machen ein Feuer und grillen, danach gibt es noch Marshmellows unter dem fantastischen Sternenhimmel.

Wir beschließen hier noch länger zu bleiben. Es gibt einen Pool, Kinderspielsachen der Guest-Familie, wo die Kinder schon Motorrad fahren dürfen und der dreijährige Spielzeug-Gewehre herumträgt. Alles wunderbar eingerichtet und bis ins Detail voller Liebe. Wir stellen wieder fest: Bisher war jedes Camp in Namibia schön. Das hier ist wieder einmal ganz besonders. Wir bleiben auch heute noch einmal.

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