Mittwoch, 20. September 2017, 20.30 Uhr, Mount Etjo Lodge, in der Hängematte

Ein intensiver, aufregender Tag. Gestern noch, als wir das Camp verließen, da stand ein Ortsschild: 170 km bis Otivarongo. Nach 130 km ging es links ab, noch 42 km bis zur Mount Etjo Lodge. Bis dahin kein einziges Haus. Namibia ist wirklich das nach der Mongolei am dünnsten besiedelste Land der Welt.

Es begann die Gravel Road, Schotterpiste. Ich übergab das Steuer an Nadine, die Lust hatte hier ihre ersten Wohnmobilerfahrungen zu machen. Ich ging nach hinten zu den Kindern. Nach kurzer Zeit fing es im ganzen Wagen an zu stauben. Als ich mich auf die Liegefläche hinter dem Fahrersitz legte, erinnerte mich das Geräusch des Rüttelns der Piste, das Schaukeln und der Geruch von Staub an meine Kindheit.

Velis setze sich nach vorn. Tara stand neben mir und Morpheus schließlich zwischen den Fahrersitzen. Nach 30 km kam ein Zaun quer über die Straße, ein Mann schob das Tor auf und ließ und freundlich grüßend weiterfahren. Halb ausgetrocknete Wasserstellen und kleine Seen mit den ersten Tieren wurden sichtbar, dann die Einfahrt zur Lodge. Hier ein See mit Springböcken, Vögeln, und ein freundlicher Empfang. Wir dürfen im Swimmingpool mit den Kindern uns abkühlen, ein herrlicher Luxus.

Unser Camp lag noch 3 km weiter, zurück zur Hauptstraße und dann durch ein weiteres Tor, das wir selbst öffnen mussten. Die Kinder dürften Lenken üben. Der Weg war eng, und wir streiften immer wieder Bäume und Sträucher. Eine steile Kurve hinab ging es zu Camp 6, dort rannte gerade eine große Affenhorde davon. Weiße Pferde grasten an einem See.

Wir bauten unser Lager auf, leider gab es kein Wasser. Gegen 21.00 holte uns ein offener Landcruiser ab, zur Fütterung der Löwen. Alle Kinder waren wieder hellwach. Durch die Dunkelheit war es eine aufregende Fahrt. Hinter einem Gitter in einer Lehmmauer sahen wir vor uns die Savanne, und ein totes Tier, ein Oryx. Dann kamen die Löwen, insgesamt 7. Direkt vor uns fingen sie an mit lauten Brummen und Brüllen sich auf das Tier zu stürzen und es in kurzer Zeit bis auf das Gerippe zu verschlingen. Tara fand es erst erschreckend, doch am Ende wollte sie auch auf Mamas Schoß zuschauen.

Beeindruckt fuhren wir alle zurück. MIt Lysander hing ich noch in der Hängematte und bestaunte den Sternenhimmel.

Am morgen dann fragte Velis: Steigen wir jetzt auf den Berg? Also beschlossen wir heute Schulausflug zu machen. Gar nicht so einfach, den Weg durch das Gestrüpp zwischen so viel Dornen zu finden, aber alle drei Jungs gaben ihr Bestes. Oben hatte man einen wunderbaren Ausblick und sah unten klein am See unseren Wohnwagen stehen.

Ich machte den Kindern Pfannenkuchen mit viel Butter, weil unser Kühlschrank leider ausgefallen war. Gegen 16.00 wurden wir zur Safari abgeholt.

Das war wunderschön. Wieder im offenen Pickup, Es war eine atemberaubende Fahrt bis zum Sonnenuntergang mit Zwergantilopen, Erdmännchen; Springböcken, Geiern, vielen Nashörnern, Giraffen, Zebras, Büffeln und einem Elefanten.

Ein tolles Erlebnis, und aufregend wie der Fahrer durch Flussläufe und mitten durch die Savanne seinen Weg fand.

ä

Donnerstag, 21.September 2017, 8.19 Uhr

Mount Etjo Lodge, Camp Dino, Namibia

Die beste Stunde des Tages. Noch ist es kühl. Rundum zwitschern Vögel. Wir sitzen in mitten einer wunderbaren Landschaft. Vorne trinken vier weiße Pferde aus dem halb ausgetrockneten See. Wir sind allein in mitten der Natur. Um uns herum Felsen und kleine Berge. Vor uns springt eine Zwergantilope vorbei. Sie läuft zwischen den trockenen und teilweise umgestürzten Bäumen in den Wald hinein.

Ich genieße den Kaffee in meinem Trolley-Campingstuhl. Bald brechen wir von diesem herrlichen Platz wieder auf. Es geht weiter Richtung Norden, zur Waterberg Lounge.

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