Donnerstag, 14. September 2017, 21.15. Giza, Kairo, Ägypten

Die Taschen sind gepackt. Um 2.35 Uhr morgens geht der Flieger nach Addis Abeba. Von dort weiter nach Johannesburg. Dann nach Windhoek. Alle sind etwas aufgeregt und erschöpft.

Heute morgen ist es uns erst aufgefallen. Wir fliegen ja 2.35 Uhr morgens, das heißt wir müssen bereits am Vortag aufbrechen. Also heute! Aber die Kinder freuen sich. Es geht weiter.

So wurde es ein intensiver Tag. Zuerst nach Kairo ins Ägyptische Museum. Danach noch mal zur Cheops-Pyramide, dieses Mal den engen und steilen Weg in das Zentrum der Pyramide. Unser netter Gastgeber lädt uns noch mal zum Sonnenuntergang auf die Terrasse zum Abschiedsessen mit Pyramidenblick ein. Und dann aufräumen und packen. Wir legen uns immer wieder abwechselnd für 30 min hin, es liegen 24 h Reise vor uns, wir kommen erst morgen gegen 21.30 in Windhoek, Namibia an.

Das Ägyptische Museum: Faszinierend, eine ganz besondere Erfahrung. Das Museum mit seinem historischen Gebäude und der antiquarischen Einrichtung allein ist schon eine Erfahrung, es sieht alles so aus wie aus einem alten Agatha Christie-Film und man erwartet eigentlich gleich, dass sich ein Sarkophag bewegt und etwas unheimliches passiert. Die Beschriftungen an den meisten Ausstellungsstücken sehen aus, als wären sie auch 100 Jahre alt wie das Museum.

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Die Fülle aus Ausstellungsstücken ist atemberaubend. Särge, Statuen, Mumien, Grabkammern en masse. Das Museum ist eng vollgestellt, man merkt dass es viel zu zeigen gibt und der Platz kaum ausreicht. Wie an den Pyramiden sind die meisten Touristen Asiaten, aber insgesamt hat man viel Platz, alles zu bewundern.

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Im Obergeschoss dann 27 Mumien aus den Königsfamilien. Und der ganze Schatz Tutanchamons, einfach erstaunliche Zeugnisse aus einer fernen Vergangenheit. Das Museum ist ein faszinierender Ort, den man mehrfach besuchen kann.

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Im so kinderfreundlichen Ägypten nicht überraschend: Es gibt im Untergeschoss ein eigenes „Kindermuseum“. Darin findet man eine sehr schöne Kombination aus kindgerechten Ausstellungsstücken zum Anfassen und dem schönsten Legoland, das ich gesehen habe:

Auf der Rückfahrt dann frage ich den Fahrer: Was ist das für eine Großbaustelle zwischen Autobahn und Pyramide? Es sieht ähnlich groß wie ein Flughafen aus.  Ich erfahre: Das ist das „Grand Egyptian Museum“, es wird einmal das größte archäologische Museum der Welt. Der Entwurf stammt von heneghan peng architects mit Sitz in Dublin und Berlin.

Drücken wir die Daumen, dass es bei jetzt schon über 1 Mrd. Euro Baukosten nach jetzt 15 Jahren Bauzeit tatsächlich irgendwann fertig wird.

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Und dann geht es zum krönenden Abschluss tatsächlich noch mit der ganzen Familie hinein in die Cheops-Pyramide. Es fühlt sich eng und stickig wie in einem Bergwerk oder Höhlensystem an, und man muss einen langen, flachen und steilen Schacht ansteigen, um zur zentralen Grabkammer zu gelangen. Für alle ein tolles Abenteuer zum Abschluss.

Es war eine tolle Zeit in Ägypten und eine schöne erste Etappe unserer Reise.

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