Sonntag, 10. September 2017, 20.43, Three bedroom Apartment at Gizeh, Cairo

Ankuft Gizeh

Das ist also die Zukunft Afrikas. 16 Millionen Einwohner hat die Metropolregion Kairo, damit ist sie die größte in Afrika und Nr. 17 weltweit. In diese Megastädte ziehen die Menschen, und sie sind die Zukunft für die stark wachsenden Bevölkerungen Afrikas. Die Geburtenraten sind ja weltweit am sinken, aber Afrika startet eben von einem viel höheren Niveau. Hier wird sich die Bevölkerung noch verdoppeln. Platz ist ja da, es wird darauf ankommen die Ernährung und Wirtschaft zu verbessern. Ich bleibe da optimistisch, das wird gelingen.

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In Luxor war es schön gemütlich, hier kommen nach 700 Km Fahrt durch die Wüste auf einmal altertümliche Stahlwerke, schwarze Rauchschwaden und Baustellen über Baustellen an Hochhaussiedlungen, dazwischen die typischen Stahlbetonsäulen die in den Himmel ragen, ein Stockwerk höher als das schon bewohnte Haus darunter. Es geht schon 60 km vor Kairo los.

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Wir sind um 4 Uhr gestartet, die Fahrt macht Spaß, die Kinder genießen es dass in Ägypten Gurte nicht verwendet werden und so machen wir ihnen ein Lager auf dem Boden und auf den Sitzen.

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In weniger als 9 Stunden sind wir da. Plötzlich sieht man auf der Ringautobahn zwischen den oft halbfertigen Hochhäusern die Pyramiden durch.

Wir haben dieses Mal eine Wohnung gewählt. Wir landen also richtig in Ägypten. Der Aufgang ist eine Baustelle, unter uns wohnen die Besitzer, sehr freundlich und hilfsbereit, über uns ist Baustelle, leider bis spät in die Nacht. Aber dafür sind wir direkt an den Pyramiden, auf der Dachterrasse und vom Schlafzimmer aus sind sie zum Greifen nah, sogar die Sphinx sieht man. Klein, mittel, groß, sind sie nebeneinander aufgereiht. Über 4500 Jahre alt, irgendwie gleichzeitig aus der Vergangenheit und durch ihre strenge geometrische Form aus der Zukunft. Zeitlos stehen sie da.

Ich kenne ja aus meiner Kindheit in Lima, Peru diese Megastädte in der Wüste. Ich fühle mich wohl in dieser heißen staubigen Welt zwischen einem Häusermeer, Baustellen, Müll, Kindern auf der Straße, Krach, Chaos, umgeben von grandioser Weite der Wüste.

Wir richten unsere große, aber eben landestypische Wohnung ein. Erst mal das weiße Neonlicht mit unseren Lichterketten ersetzen. Einen Eimer holen für die Stellen, wo das Wasser auf das Bett tropft. Den Dreck in der Küche übersehen, erst mal Essen organisieren (es gibt endlich Haferflocken für Velis!). Wir  fahren mit dem Tuktuk und unserer freundlichen Begleitung, dann kochen wir eine Suppe und stärken uns. Ich breche noch mal auf um Bier zu holen, mit dem Bruder unseres Owners laufe ich durch wilde Gassen in der Dunkelheit voller Leben.

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Ein guter Tag. Morgen sehen wir uns die Pyramiden an.

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