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Donnerstag, 7. September 2017, 19.50 Uhr, Hotel Nile View, Luxor, West Bank, Egypt.

So haben wir uns es vorgestellt. Jeder kann machen was er will, dazwischen gibt es


gemeinsame Aktionen: Morgens lesen, lernen und dazwischen spielen dann im Swimmingpool herumtoben, Essen kochen. Schließlich der Aufbruch wenn es kühler wird, auf die andere Seite zu den beeindruckenden Tempelanlagen und einer arabischen Stadt mit all ihrem bunten, teilweise herzlichem, teilweise fremdartigen Treiben. Wir lassen uns noch mal mit dem netten Kleinbusfahrer auf die andere Seite des Nils bringen, zum Karnak Tempel. Nicht viel los, wir sehen wenig andere Touristen, aber viele Fremdenführer und Händler möchten mit uns ins Geschäft kommen.

Ich lese vor der Abfahrt: die Tempelanlage stammt aus dem mittleren Reich, das heißt die Anfänge liegen mehr als 2000 Jahre vor Christus. Das ist so weit zurück, dass es kaum vorstellbar ist. So weit wie für uns der Beginn unserer Zeitrechnung zurückliegt, so alt war damals schon diese Tempelanlage. Erstaunlich auch die Genauigkeit, mit der die riesigen Steinquader aufeinanderpassen. Was für Höhen die Säulen erreicht haben. Und wie viele Bilder und Monumente dort zu entdecken sind. Fast alles ist ungeschützt, und wir müssen die Kinder davon abhalten, auf die vielen Sphinxe zu klettern. Tara fragt zu Recht: Wieso sieht man hier keine richtigen Löwen, warum sind die alle nur aus Stein? Ich frage mich, gab es hier früher Löwen?

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Alle sind glücklich und spüren, dass dies wirklich ein besonderer Moment ist. Wir haben es geschafft, sind wirklich als Familie in der totalen Hitze in Ägypten an einem so eindrucksvollen Ort. Auf Weltreise in Afrika, und alle sind happy. Nur mehr Wasser hätten wir mitnehmen sollen, inmitten der riesigen Anlage geht es uns aus und alle kämpfen um den letzten Schluck Wasser.

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Danach müssen wir uns stärken, und finden ein schönes Restaurant mit Garten. Das arabische Essen schmeckt erstaunlicherweise allen hervorragend, die Kinder wundern sich über die vielen Katzen die vom Fisch etwas abhaben wollen und dass wieder alle Kinder ihre Freunde werden wollen. Tara will auf keinen Fall mehr fotografiert werden, das müssen wir gelegentlich auch den begeisterten Familien klarmachen, die gerne ein Foto mit ihr hätten.

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Am nächsten Tag wache ich das erste Mal schon früh auf, um 5.20 Uhr ist es schon hell, lege mich aber noch mal hin. Zum Glück haben wir in den Schlafzimmern eine Klimaanlage, sonst wäre es bei bis zu 39 Grad draußen kaum auszuhalten. So machen wir Unterricht im Schlafzimmer. Lysander bereitet seinen Vortrag über Jacky Chan weiter vor, Velis über Michael Jackson. Morpheus versucht seinen Namen zu schreiben und Tara malt Tara und die Eltern. Und am Swimmingpool üben wir das kleine und große Einmaleins, dazu gibt es Fladenbrot, Oliven und Fetakäse und Mango.  Es wird weiter viel Lego gespielt und ständig rennen die Kinder die Treppe runter zum Swimmingpool.  Ich würde sagen, für den Anfang können wir zufrieden sein.

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Am Nachmittag lassen wir die Großen auf eigenen Wunsch zuhause und ziehen mit den Kleinen noch mal los. Mit einem kleinen Boot geht es über den Fluss, direkt zum Luxor Tempel. Wir ziehen mit unserem praktischen „Bollerwagen“ durch die Stadt, so dass sich Tara und Morpheus immer mal wieder hineinlegen können. Wir laufen bis zum Bahnhof. Wir würden gerne mit dem Zug nach Kairo. Es gibt nur den Nachtzug für Touristen, für 70 Euro pro Kopf, das macht keinen Sinn. Die anderen Züge kosten nur 9 Euro erste Klasse, aber alle Züge die wir finden fahren nur abends ab und Fahrkarten bekommen wir als Touristen auch nicht. Also geht es am Sonntag mit dem Bus weiter.

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Der Luxor Tempel ist fast noch schöner. Wirklich eine tolle Erfahrung. Wir fahren in der Dämmerung zurück über den Fluss und bringen noch frisches Obst mit. Die Läden erinnern mich an Indien: Klein, chaotisch, herzlich. Abends wird es auf den Straßen belebter, Kinder auf Eseln und Jungs auf Mopeds. Die Großen fragen per Whatsapp wann wir nach Hause kommen und freuen sich sehr über die Mangos. Morgen geht es schon früh um 7.00 Uhr los zum Tal der Könige, und abends wollen wir mit einem Segelboot auf den Nil. Wir verlängern noch mal um eine Nacht. Schöne Aussichten.

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2 Replies to “Leben in Luxor”

  1. Hallo ihr Sechs! Ich wäre gern bei euch und würde euch gern was über die alten Zeiten in Ägypten erzählen. Löwen gab es früher, eher als gezähmte Tiere am Königshofe. Heute gibts ja nicht mal mehr krokodile in ägypten, eher schon im Sudan. Ich freu mich für euch. In der Kita geht alles seinen Gang, die Kinder lassen Morpheus grüßen. Die sind jetzt gerade alle ganz schön lebendig;) Lasst es euch gut gehen. Liebe Grüße Anke

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  2. Hallo Lysi,
    ich wollte dir eine Postkarte aus Brüssel schicken aber dann ist mir eingefallen, dass ihr ja schon losgefahren seid.
    Die Schule hat wieder angefangen und am Montag machen wir die Klassenfahrt schade, dass du nicht dabei bist.
    ich freue mich wenn du wieder da bist. Die ganze Familie wünscht euch eine tolle Reise.

    dein Arthur

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