Sunday, August 20, 2017, 20.53, in the VW bus back from Sandstedt at the Unterweser river

It’s raining outside. 14 degrees and drizzly weather. Nadine drives. Slowly it gets dark. There’s a great atmosphere in here. The whole family sings along with the favourite songs. „All my loving“ by the Beatles for Nadine, „Ein Herz kann man nicht reparieren“ by Udo Lindenberg for Velis. „Thriller“ by Michael Jackson for Lysander. „36 degrees“ by 2raumwohnung for Morpheus. „Hotel California“ for Leander. „This could be heaven, this could be hell.“ There are sweets. We practice English with the lyrics. Dad, what does „bad“ mean? asks Velis. Lysander chooses the music, now he plays „Light my fire“ from the Doors for Nadine.  Lysander thinks he wants to be a musician or a sportsman. Velis says he will become an actor. Morpheus calls: Researcher!

A special feeling. We set off. The last time we go back to Berlin, after saying goodbye to my parents, at the family day of the North German family. From my parents, who left for distant Peru in 1973, to the foreign school service. It was then a farewell for two years, my mother says. Afterwards they became 5 years. At that time they sent tape cassettes by post to Germany, at home they listened to the voices from afar. They wish us a good time.

I know, from them I have my travel desire. I was four then, as Morpheus is now. One of the earliest memories is in Sandstedt on the beach at the Unterweser, over 45 years ago. Now we leave again.

We are talking about the first time in Egypt. This is supposed to be a holiday. For everyone. We agree: There is still no school instruction, until the school at home begins again. The first 12 days are free for everyone. Except English, that’s always there. And then we will practice the subjects where things build on each other. So math and German above all.

It’s an amazing perspective. How will it be? What will we experience? An exciting atmosphere. In any case, it feels very connecting. We are together day and night for a year now. Dependent on each other. It will weld us together as a group.

It will certainly be a challenge sometimes. Already the day before yesterday, when we arrived late at night and everyone in the small holiday home between the mats on the floor, ladder to the bunk bed and attic in the backpacks overtired searched for sleeping bags, pyjamas, flashlights, pillows and all the stuff you need with four children to sleep and find their peace.

I’m thinking of the two months in a camper van in Namibia and South Africa. It will also be a task and a hustle and bustle to live together with so many people in such a small space. There is another mosquito humming. One snores here already. In a sleeping bag next to a child in a narrow bunk bed next to you, you first have to come to rest. I look again before the door, it rages a storm outside, inside it is cosy. North Sea weather. Germany says goodbye wildly and changeably.

Now it applies. Tomorrow the rest must be organized which is still missing, again to Decathlon so that the equipment is right. Hopefully the courier will bring back the passes as promised.

Tuesday everything will be emptied. All the rest, everything you never get tidied up in everyday life, the kitchen drawer, the cables and chargers, the children’s cupboards, the laundry, everything in moving boxes in the small room.

Clean everything again and trust that other travellers will feel at home in our apartment, and that friends can use our car when they need it. And on Wednesday friends take us to the airport. 20:10 o’clock it goes with Turkish Airways to Istanbul. We fly detours, because we fly the cheapest route. One way 148 Euro per person.  1 o’clock in the morning flight from Istanbul to Hurghada. 35 degrees. We are happy.

 

Sonntag, 20. August 2017, 20.53, im VW-Bus zurück von Sandstedt an der Unterweser

Draußen regnet es. 14 Grad und Nieselwetter. Nadine fährt. Langsam wird es dunkel. Hier drinnen ist tolle Stimmung. Die ganze Familie singt bei den Lieblingsliedern mit. „All my loving“ von den Beatles für Nadine. „Ein Herz kann man nicht reparieren“ von Udo Lindenberg für Velis. „Thriller“ von Michael Jackson für Lysander. „36 Grad“ von 2raumwohnung für Morpheus. „Hotel California“ für Leander. „This could be heaven, this could be hell“. Es gibt Süßigkeiten. Wir üben Englisch mit den Liedtexten. Papa, was heißt „bad“? fragt Velis. Lysander wählt die Musik, jetzt spielt er „Light my fire“ von den Doors für Nadine.  Lysander meint, er will Musiker oder Sportler werden. Velis sagt, er wird Schauspieler. Morpheus ruft: Forscher!

Ein besonderes Gefühl. Wir brechen auf. Fahren das letzte Mal zurück nach Berlin, nach dem Abschied von meinen Eltern, beim Familientag der norddeutschen Familie. Von meinen Eltern, die damals 1973 in das ferne Peru aufgebrochen sind, zum Auslandsschuldienst. Es war damals ein Abschied für zwei Jahre, erzählt meine Mutter. Aus denen nachher 5 Jahre wurden. Damals schickten sie Tonbandkassetten mit der Post nach Deutschland, daheim lauschten sie dann die Stimmen aus der Ferne. Sie wünschen uns eine gute Zeit.

Ich weiß, von ihnen habe ich meine Reiselust. Ich war damals vier, wie Morpheus jetzt. Eine der frühesten Erinnerungen ist in Sandstedt am Strand an der Unterweser, vor über 45 Jahren. Jetzt brechen wir wieder auf.

Wir reden über die erste Zeit in Ägypten. Das soll Urlaub werden. Für alle. Wir einigen uns: Es gibt noch keinen Schulunterricht, bis die Schule daheim wieder anfängt. Die ersten 12 Tage ist für alle frei. Außer Englisch, das ist immer dabei. Und dann werden wir die Fächer üben, bei denen die Dinge aufeinander aufbauen. Also Mathe und Deutsch vor allem.

Es ist eine erstaunliche Perspektive. Wie wird es werden? Was werden wir erleben? Eine aufregende Stimmung. Auf jeden Fall fühlt es sich sehr verbindend an. Wir sind jetzt ein Jahr lang Tag und Nacht zusammen. Aufeinander angewiesen. Es wird uns als Gruppe zusammenschweißen.

Es wird sicher manchmal eine Herausforderung. Schon vorgestern, als wir erst spät nachts ankamen und alle in dem kleinen Ferienhaus zwischen den Matten auf dem Boden, Leiter zum Doppelstockbett und Dachboden in den Rucksäcken übermüdet nach Schlafsäcken, Schlafanzügen, Taschenlampen, Kopfkissen und all dem Zeug suchten, was man mit vier Kindern so braucht damit alle schlafen und ihre Ruhe finden.

Ich denke an die zwei Monate im Wohnmobil in Namibia und Südafrika. Das wird auch eine Aufgabe und ein Gewühl, mit so vielen Menschen auf so engem Raum zusammenzuleben. Da summt noch eine Mücke. Hier schnarcht schon einer. Im Schlafsack neben einem Kind im engem Doppelstockbett neben einem muss man erst einmal zur Ruhe kommen. Ich schaue noch mal vor die Tür, es tobt ein Sturm draußen, drinnen ist es gemütlich. Nordseewetter. Deutschland verabschiedet sich wild und wechselhaft.

Jetzt gilt es. Morgen muss der Rest organisiert werden der noch fehlt, noch mal zu Decathlon damit die Ausstattung stimmt. Hoffentlich bringt der Kurier wie versprochen die Pässe zurück.

Dienstag wird dann alles leergeräumt. Der ganze Rest, all das was man im Alltag nie aufgeräumt bekommt, die Küchenschublade, die Kabel und Ladegeräte, die Kinderschränke, die Wäsche, alles in Umzugskartons ins kleine Zimmer.

Noch mal alles sauber machen und vertrauen, dass sich andere Reisende in unserer Wohnung zuhause fühlen werden, und Freunde unser Auto nutzen können wenn sie es brauchen. Und am Mittwoch dann bringen uns Freunde zum Flughafen. 20:10 Uhr geht es mit Turkish Airways nach Istanbul. Wir fliegen Umwege, denn wir fliegen die günstigste Route. One way 148 Euro pro Person.  1 Uhr morgens Weiterflug von Istanbul nach Hurghada. 35 Grad. Wir freuen uns.Attachment-1

4 Replies to “Stiff breeze – Steife Brise”

  1. Guten Morgen liebe Fortmanns,

    jetzt geht es also unweigerlich los, das große Abenteuer Weltreise beginnt. Wir werden faszinierte Leser Eures Blogs bleiben, können wir Eure Motivation solch ein unterfangen mit der ganzen Familie anzugehen bestens nachvollziehen. Chapeau für Euren Mut und Eure Neugier mehr von dieser Welt zu sehen, Eure Kinder werden es Euch irgendwann danken!
    Wir werden also eine Zeitlang ohne Euch im dritten Stock auskommen müssen und auch der Besuch in unserer Datsche muss verschoben werden.
    Eine gute und sichere Reise, bleibt gesund und freut Euch über jede neue Entdeckung. Macht Fotos und lasst uns teilhaben an den Eindrücken unterwegs. Wie schön, dass auch heute noch das Beatles Songbook gute Dienste leistet, hatte ich vor einigen Jahrzehnten auch schon im Unterricht.

    Auf bald, alles Gute und liebe Grüße aus Bratislava
    Michael & Tina

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  2. Ihr Lieben,
    viele Menschen träumen davon, so ein Jahr, wie ihr es vor euch habt zu erleben aber nur wenige haben wirklich den Mut und die Entscheidungskraft dazu.
    Oft bleibt es nur ein Traum!
    Und auch ich kann nur sagen, CHAPEAU!
    Eine Familie, die ein Jahr aus dem Füllhorn des Lebens schöpfen wird und sich nimmt, was das Leben an Möglichkeiten zu bieten hat.
    Einen super Start in euer Abenteuer,….mit vier Kindern um die Welt!
    Danke für euren Blog!
    Carpe diem
    Alles Liebe aus Mainz, Peter und Roswitha

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